Der Atlantikwall bei Bulbjerg

Während des zweiten Weltkrieges war Bulbjerg in Nord-Dänemark Standort für Horch- und Radarposten für die Geschützstände der deutschen Besatzungsmacht in Hanstholm. In einem Umkreis von 1 bis 2km südlich und östlich von Bulbjerg findet man noch heute viele Spuren aus der Besatzungszeit.
Besonders auffällig sind die vielen Bunker und Maschinengewehrnester, die in den Dünen verstreut liegen.

Peilstand an der Nordsee

Peilstand und Beobachtungsposten für die 38cm-Batterie in Hanstholm. (Baujahr Ende 1941)
Der Peilstand ist ein S 449. S steht für schwer und gehört zu den Marineentwürfen

Beobachtungsstand bei Bulbjerg
Beliebter Treffpunkt für Radwanderer

1943 waren von Svinkløv bis zum Leuchtturm Ludbjerg Fyr - eine Strecke von circa 80km - insgesamt acht Peilstände aufgeführt. Der Peilstand auf Bulbjerg, einem 47 Meter hohen Kalksteinfelsen an der dänischen Küste, war einer davon und wurde als Peilstand II bezeichnet. Während des ganzen Krieges wurde dieser Peilstand immer weiter ausgebaut. So wurde er im März 1944 mit einem Feuerleitradar (Typ Würzburg Riese), das eine Parabolantenne mit einem Durchmesser von acht Metern besitzt, ausgestattet.

Der Atlantikwall in Dänemark - präsentiert von www.7grad.org
Übersichtskarte von bulbjerg

Übersichtskarte des Stützpunktes mit Peilstellung und Radar in Bulbjerg.

Die Bunker sind begehbar, in einem befindet sich eine öffentliche Toilette, im Observationsbunker befinden sich einige Hinweistafeln und geschichtliche Erläuterungen.

Dankeschön für die Fotos an Andreas Drees.

Bei diesem Toilettenbunker (oben und unten) handelt es sich um einen Regelbau “R622” - einen Gruppenunterstand.

Der Peilstand von der Landseite aus betrachtet.

Weitere Infos zu den Objekten lieferte Daniel von www.deutschesatlantikwallarchiv.de

Bulbjerg