Der Atlantikwall im Norden Dänemarks - Hanstholm

Hanstholm liegt direkt an der 126 km schmalen Meerenge zwischen Norwegen und Dänemark - dem Skagerrak. Hanstholm nahm in der Sicherung dieser Meerenge eine herausragende Stellung ein.
Wir stellen Dir nun die “Batterie 1” vor.

Batteri Hanstholm I
Regelbau M 270
Regelbau M 270
Regelbau M 270
Regelbau M 270 - Beschriftungen
Regelbau M 270
Regelbau 502
Regelbau 502
Regelbau M162a
Regelbautyp Fl 242.
Blick auf Nordsee
Scharte
Innen
Einbauten
Ringstand
Tobruk
Regelbau 162a
Notausgang - Regelbau 162a
Regelbau M 270
Regelbau M 270
Regelbau M 270
Regelbau M 270

Die vier Geschützschartenstände des Typs M 270 bilden die Frontlinie der Batterie 1.
Die Löcher im Beton der Außenwände sind keine Einschüsse, sondern dienen vielmehr der Tarnung der Bunker.

Die Geschützschartenstände waren mit je einer 17cm-Kanone bestückt.

Auf dem Bild links sieht man den Drehsockel einer Kanone, der einen Schusswinkel von 120° erlaubte.
Die Scharte ist fast mannshoch.

Ein Blick von außen durch die Scharte in einen der Bunker lässt die Dimensionen erkennen. Durch einen der zwei in den Keller führenden runden Schächte wurden nach Abschuss der Kanone die Granatenhülsen in den Keller geworfen. Nachdem sie abgekühlt waren, konnten sie wieder heraufgeholt werden.

“Hoffe wenig wirke viel das ist der kürzeste Weg zum Ziel” - Einer der restaurierten Sprüche im Inneren der Bunker. Die Wandfarbe ist im Großen und Ganzen die Originalfarbe aus den 40er Jahren.

Der “Nebeneingang” einer der Geschützschartenstände Regelbau M 270.

Eigentlich handelt es  sich nicht direkt um einen Nebeneingang, sondern eher um einen Bunker im Bunker.  Von hier konnte der Bunker verteidigt, oder die Umgebung beobachtet werden.

Die Außenmauern haben eine Dicke von zwei Metern. Für jeden der vier Geschützschartenstände wurden 1350 m³ Beton verbaut.

Der Bunker auf dem Bild links ist ein zerstörter Doppelgruppenunterstand - Regelbau 502.

Für diesen Bunker wurden 629 m³ Beton verbaut und er hat eine Wandstärke von zwei Metern.

Der Bunker wurde nach der alliierten Besetzung im Zuge von Messversuchen zur Feststellung der Wandstärke gesprengt.

Der Bunker bot 20 Mann Platz.

Die Kommandozentrale - Regelbau M162a. Auf dem Dach stand früher ein acht Meter breiter Abstandsmesser, der den Kanonen die Daten für den Beschuss berechnete.
Außerdem befand sich auf dem Dach eine kleine Flakstellung.

Der Blick von der Kommandozentrale nach hinten auf die Flakstellung Regelbautyp Fl 242.

Von diesen leichten bis mittleren Flakstellungen gab es in der Batterie 1 insgesamt sechs Stück. Sie waren mit 2cm Geschützen bestückt.

links: Der Blick aus der Kommandozentrale auf die Nordsee.

unten: Die den Eingang flankierende Schießscharte - die Standardscharte bei allen Regelbauten, die Kampfstellungen waren.

Im Inneren der Kommandozentrale

Die Kommandozentrale Regelbau Typ 162a von vorne.

Der Notausgang der Kommandozentrale

Der nächste im Nordosten gelegene Regelbau M 270 - eine weitere 17cm-Kanone. Der Blick von oben in Richtung Westnordwest.
Im Vordergrund erkennt man den angebauten Ringstand 58c, der auch im Falle eines Angriffes die Nahverteidigung per MG ermöglichte.  Außerdem bot er die Möglichkeit mit einem Periskop die Umgebung zu beobachten.
(Danke für die Zusatzinfos an
www.atlantikwall.de.vu)

Die vielen Löcher in den abgerundeten Seiten des Bunkers unterbrachen die gleichmäßigen Betonflächen und dienten der Tarnung. Leere Zementsäcke wurden von innen an die Verschalung genagelt, und wenn die Verschalung entfernt wurde, blieben im Beton Löcher zurück.

Das Bild links bietet einen imposanten Größenvergleich - auf der Deichkrone laufen zwei Menschen.

Schon aus einer Entfernung von nur 500 Metern schlecht auszumachen, waren die Bunker von der See aus quasi unsichtbar.

Das Panoramabild zeigt rechts die Kommandozentrale, und weiter nach links blickend die vier Regelbauten M 270.

Für die Fotos und die Recherchen ist unser Dänemarkkorrespondent Andreas Drees verantwortlich! Besten Dank an ihn an dieser Stelle!

Regelbau M 270
Hanstholm