Luftschutzstollen in Osnabück/Piesberg

Diesen Luftschutzstollen fanden wir ebenfalls im Zuge unserer Wanderungen rund um den Piesberg. Das Besondere an diesem LS-Stollen ist, dass er keinerlei Planbauten des Luftschutz-Programms des Zweiten Weltkriegs folgte. Er wurde in die ehemalige Wasserrösche des Hasestollens integriert. Genauer gesagt: Der als Begleitort angelegte Wasserlösestollen der Zeche Piesberg wurde im Zuge der Bauarbeiten der Bahnzuführung zur neuen Brechanlage durchschnitten, und behelfsmäßig zur Luftschutzanlage umgebaut. Der LS-Stollen besaß keinerlei Gasschleusen und war entweder von der Bahntrasse aus oder durch einen heute zubetonierten Zugang vom Hof des ehemaligen Gebäudes der Bergwerksdirektion zu begehen.
Die geringen Ausmaße der Luftschutzanlage ließen lediglich Platz für eine Bankreihe für die Schutzsuchenden zu.
Die einzigen Zeugen der ehemaligen LS-Stollenanlage sind heute noch eine verrostete Splitterschutztür und die Steine, auf denen sich die Bankreihe befand.
Der Stollen ist heute sehr sümpfig und weitgehend mit Lehm und Schlamm verschwemmt. Die durch die Sümpfung entstehenden matten Wetter und die geringe Höhe des Schlufs, vor allem im Blindort des hinteren Bereichs erschweren eine Befahrung der Anlage enorm. Da keinerlei Wetterführung vorhanden ist, raten wir von einer Befahrung ab!

Mehr über Luftschutzstollen gibt es hier. (Link)

D7GT 2005

Fotos: Georg und Olly
Das eben Gelesene: Sir Ollrich von Teutoburg
Hacker: Georg

 

 

LS-Stollen Osnabrück - Piesberg
LS-Stollen Osnabrück - Piesberg
LS-Stollen Osnabrück - Piesberg
LS-Stollen Osnabrück - Piesberg
LS-Stollen Osnabrück - Piesberg
LS-Stollen Osnabrück - Piesberg
LS-Stollen