Großunterstand (Abri)

Der folgende Bericht ist ein Gastartikel unsereres Lesers Alexander Stein. Wir bedanken uns herzlich für diesen Artikel und verweisen gerne auf die Internetseite von Alexander: www.speyer-aktuell.de
Das Copyright für Text- und Bildmaterial liegt bei Alexander Stein!

Die Abris der Maginot-Linie waren „Kasernenbunker“. Sie lagen meist 1 Kilometer hinter der Hauptkampflinie (HKL). Es gab zwei verschiedene Ausführungen: Oberirdische Anlagen (abris de surface) und unterirdische (abris-cavernes).
Surface hatten meist noch ein Kellergeschoss, Cavernes hatten einen bis zwei Eingangsblocks, ähnlich der Werke (ouvrages), in dem sich die Zugangsschächte befanden. Die eigentliche Kaserne lag ca. 20 Meter unter der Erde. 
Zweck war die Aufnahme beweglicher Truppenteile zwischen den Werken oder den Kasematten, so genannte Intervalltruppen. Errichtet wurden die Abris im Rahmen des CORF Bauprogramms. Die in Hinterhanglage angesiedelten Abris verfügten zur Verteidigung über GFM Panzerglocken in Feindrichtung und Nahverteidigungsscharten für die Eingänge welche mit leichten Maschinengewehren bestückt waren (LMG). Surface besaßen noch den Typischen Diamantgraben. Innen waren die Anlagen mit Küchen, Generatoren, sanitären Anlagen, Sanitätseinrichtungen, teilweise Funkräumen, Lagerräumen und natürlich Ruheräumen ausgestattet.
Exemplarisch für ein abri de surface soll hier der Unterstand Schoenenbourg vorgestellt werden. Er war für ca. 100 Mann gedacht. 1945 wurde er durch eine Sprengung im Inneren beschädigt.
 

1. Frontansicht des Abri Schoenenbourg
2. Eingangsbereich mit der durch die Sprengung herausgerissenen inneren Türe
3. Der hinterer Teil ist der Ruheraum der Offiziere, vorne war die Telefonzentrale. Man erkennt noch, dass die beiden Räume durch eine dünne Wand getrennt waren. Sie fiel der Sprengung zum Opfer.
4. Der Sanitätsraum im Obergeschoss.
5. Die Wassertanks
6. Die Treppe zum Untergeschoss
7. Der Generatorenraum. Man erkennt die beiden Sockel für die Generatoren und den Treibstofftank. An den Wänden sind noch viele Halterungen zu erkennen.
8. Lüftungsfilter
9. Küche mit Herd
10. Der Waschraum
11. Ein Mannschaftsraum
12. hinterer Verbindungsgang
13. Blick vom Dach, hinten eine der zwei GFM Panzerglocken

 

1. Frontansicht des Abri Schoenenbourg
Abri Schoenenburg

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2. Eingangsbereich mit der durch die Sprengung herausgerissenen inneren Türe
Abri Schoenenburg

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3. Offiziersraum - Telefonzentrale
Der hinterer Teil ist der Ruheraum der Offiziere, vorne war die Telefonzentrale. Man erkennt noch, dass die beiden Räume durch eine dünne Wand getrennt waren. Sie fiel der Sprengung zum Opfer.
Abri Schoenenburg

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4. Der Sanitätsraum im Obergeschoss.
Abri Schoenenburg

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5. Die Wassertanks
Abri Schoenenburg

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6. Die Treppe zum Untergeschoss
Abri Schoenenburg

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7. Der Generatorenraum.
Man erkennt die beiden Sockel für die Generatoren und den Treibstofftank. An den Wänden sind noch viele Halterungen zu erkennen.
Abri Schoenenburg

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8. Reste von Lüftungsfiltern
Abri Schoenenburg

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9. Küche mit Herd
Abri Schoenenburg

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10. Der Waschraum
Abri Schoenenburg

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11. Ein Mannschaftsraum
Abri Schoenenburg

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12. Hinterer Verbindungsgang
Abri Schoenenburg

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13. Blick vom Dach, hinten eine der zwei GFM Panzerglocken
Abri Schoenenburg

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Weitere Infos und spannende Diskussionen gibt es zu diesem Objekt in unserem Forum unter http://forum.7grad.org/viewtopic.php?t=415

Auch an dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei Alexander bedanken, der diesen Bericht für unsere Seite angefertigt hat! Seine eigene Internetseite ist www.west-wall.de

 

Januar 2006

 

Abris