Hochbunker St. Franziskus-Hospital

Der Hochbunker am St. Franziskus-Hospital diente im zweiten Weltkrieg als Notlazarett, und als Sitz für das Luftgaukommando und wurde 1994/1995 mit in das Erweiterungsbauvorhaben des Hospitals einbezogen. Dabei wurde er in keinster Weise beschädigt, oder in seiner Funktion eingeschränkt. Lediglich die Verklinkerung der Fassade war nötig, um den Bunker in das Gesamtbild des Krankenhauses einzugliedern.

Dieses Hilfskrankenhaus besteht aus insgesamt vier Etagen und bietet Platz für 500 Betten. Es ist jederzeit einsatzbereit und ist auch heute noch regelmäßigen Wartungszyklen unterworfen. Von außen bietet sich heute noch ein imposantes Bild. Mehrere Ein- und Ausgänge... Aber da kommen wir ja jetzt zu!

Der Haupteingang an der Vorderseite - vergittert und abgeschlossen...
Durch die Gitter geschaut kann man auf der rechten Seite eine Strahlenschutz- bzw. Drucklufttür erahnen.

Auf diesem Bild ist die Tür besser zu erkennen.
Auf dem Bild rechts ist die Strahlenschutztür zum so genannten “Kleiderabwurfschacht” zu sehen.
Detailaufnahme des Scharniers der Tür und des Typenschildes.
Die Rückseite des Gebäudes - hier ist die imposante Größe des Bunkers zu erkennen. Links (beim Fahrrad) befindet sich der Kleiderabwurfschacht. Hinter Georg sind große Lufthutzen zu erkennen, und rechts über ihm befindet sich eine weitere Schutztür, die nur über eine Leiter zu erreichen ist.

Die gewaltigen Lufthutzen aus der Nähe betrachtet - daumendick sind die (Stahlplatten).
Hier ist noch einmal die vorhin erwähnte Drucktür zu sehen. kannst du sie finden?

Ein weiterer frei zugänglicher Eingang befindet sich ebenfalls auf der Rückseite.
Direkt neben diesem Eingang ein Versorgungsrohr - wahrscheinlich für die Dieselgeneratoren.
Noch mal zur Vorderseite - hier sieht man, dass 1994/95 die Erweiterung des Krankenhauses direkt auf dem Bunker errichtet wurde.
Dieser Hochbunker befindet sich am Hohenzollernring, und ist von außen frei zugänglich.
Der Hochbunker am St. Franziskus-Hospital bot insgesamt 2000 Plätze. Er wurde zwischen Januar 1943 und Mitte 1944 vollendet. Dies ist eine relativ lange Bauzeit. Dies resultiert aus folgenden Umständen:; Der Bunker war bereits bis zur vorletzten Abschlussdecke hochgezogen, als er am 12.06.1943 von einer Brandbombe getroffen wurde. Das gesamte Bauholz, die Einrichtungsgegenstände und der Maschinenpark verbrannten. Die Fertigstellung verzögerte sich dadurch um sechs Monate. Zusammen mit dem Hochbunker an der Von-Kluck-Strasse ist dieser der letzte in Münster erbaute Hochbunker.
