Zivilschutzbunker Ottostrasse

Hochbunker Ottostrasse Münster bei NachtDer Bunker an der Ottostrasse Ecke Lambertistrasse ist ein heute noch intakter und einsatzbereiter Zivilschutzbunker, der unter der Federführung der Feuerwehr Münster instandgehalten wird und 1000 Schutzplätze umfasst.
Erbaut wurde der Ottobunker, auch Hansabunker oder Hubertibunker gennant, in den Jahren  1943 und 1944 (lt. Quellen aus dem Stadtarchiv), wir fanden in dem Bunker jedoch die Jahreszahlen 1941/42, die in den damals noch frischen Putz eingekratzt wurden..

Aus den Jahren zwischen 1948 und 1950 finden sich einige (datierte) Wandbilder, die wohl von Vertriebenen stammen, die in dem Bunker eine Notunterkunft fanden.

Mitte der 80er Jahre wurde der Bunker für den Zivilschutz wieder hergerichtet und an die Feuerwehr Münster zur Wartung übergeben.

Des Weiteren lagern im Hochbunker an der Ottostrasse Akten des Bauordnungsamtes, dies ist auch der Grund, aus dem die Lüftung des Bunkers einmal am Tag für 15 Minuten läuft - die Luftfeuchtigkeit in dem Gebäude muss konstant niedrig sein, um die Akten nicht zu beschädigen.

Im Dezember 2006 hatten wir im Rahmen eines Drehtages mit dem WDR-Münster die Gelegenheit uns den Bunker erstmalig auch von innen anzuschauen.
 

Hochbunker Ottostrasse MünsterDirekt nach dem Eingangsbereich befinden sich die beiden handbetrieben Notlüfter, auf dem Bild sieht man einen der beiden.

Rechts im Bild befindet sich der Notausgang, dieser wird im Krisenfall (offiziell auch V-Fall für Verteidigungs-Fall) mit Betonsteinen verschlossen, diese werden dann, wenn der Notausgang benötigt wird ,wieder entfernt.

 

 


 

 

Hochbunker Ottostrasse MünsterIm Raum mit den Wandmalereien aus 1948 bis 1950.

Die Wandbilder wurden bei der Renovierung der Anlage absichtlich nicht überstrichen.

Sie zeigen verschiedene Landschaftsdarstellungen (hauptrangig auf der linken Bildseite), auf der rechten Bildseite sind die Wappen von Ostpreussen, Königsberg, Westpreussen, Pommern, Posen, Ordensland, Sudetenland, Breslau, Niederschlesien, Oberschlesien, Brandenburg, Stettin und Danzig abgebildet.

 

 

Hochbunker Ottostrasse MünsterAuf diesem Bild erkennt man die oben erwähnte “Einkratzung” mit den Jahreszahlen 1941/42.

Inwiefern diese authentisch ist, lässt sich nicht nachvollziehen.

 

 

 

 

 

 

Hochbunker Ottostrasse MünsterDer Bunker an der Ottostrasse dient heute neben seiner Funktion als Zivilschutzbunker auch dem Bauordnungsamt als Archiv.

In der zweiten Etage sind viele Räume mit Regalen ausgestattet worden.

 

 

 

 


 

 

Hochbunker Ottostrasse MünsterOben wurde ebenfalls beschrieben, dass wir im Rahmen eines Drehtages mit dem WDR-Münster die Gelegenheit hatten, den Bunker von innen zu besichtigen.

Leider ließ uns der Dreh nicht so viel Zeit, wie wir in der Anlage gerne zur Verfügung gehabt hätten.

Dieses Bild möchten wir Euch dennoch nicht vorenthalten... Live vom Dreh...

 

 


 

 

Hochbunker Ottostrasse MünsterDie Beschriftungen im Bunker sind auf zweierlei Weise ausgeführt:

Oben: Schwarze Schrift auf Phosphorfarbe.

Unten: Phosphorfarbe auf Wandfarbe.

Dies soll eine Lesbarkeit der Hinweisbeschriftungen auch bei einem Stromausfall gewährleisten.

 

 


 

 

Hochbunker Ottostrasse MünsterNach dem Dreh:
Herr Peters von der Feuerwehr Münster verschließt die Anlage wieder.

Wir möchten und noch einmal für die Begehung der Anlage bei der Feuerwehr Münster bedanken!

Unser Dank geht auch an das Dreiergespann vom WDR-Münster, das es uns ermöglicht hat, die Bunker in Münster einer breiten Öffentlichkeit durch eine TV-Dokumentation im Rahmen der LokalzeitGeschichten zugänglich zu machen.

 

 

Am Set waren:

Die Herren Wessels und Peters der Feuerwehr Münster
Redakteur, Kameramann und Tontechniker des WDR-Münster
Olly, Michael, Erik und Georg

Bilder für diesen Beitrag: Georg
Recherche (auch aus den Vorjahren): Das 7Grad-Team
Webdesign: Georg

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Ottostrasse