“Schützenhofbunker” an der Hammer Strasse

Rückseite
Seitenansicht hinterer Eingang
Schuetzenhofstrasse
Lufthutzen
Eingang
Hinterer Eingang
Gedenktafel
Hinterer Eingang
Seitenansicht Hochbunker
Eingang
Eingang seitenansicht
Treppenhaus
Haupteingang

Nachdem wir nun einmal um den Hochbunker an der Hammer Strasse, der dem Zivilschutz dienen sollte, herumgegangen sind und uns ein Bild von der Größe und den vier Eingängen machen konnten, begeben wir uns nun in das Innere der Luftschutzanlage, die früher einmal 1500 Personen Schutz bieten sollte.

Herein....
Herein...
Nur für Mutter und Kind...
Nur für Mutter und Kind...

Direkt im Eingangsbereich findet man den noch original erhaltenen Schriftzug “Nur für Mutter und Kind”. Auch die Wandfarbe ist unter dem Schriftzug noch original. Rundherum wurde bereits mehrmals neu gestrichen.

Rauchen verboten
Rauchen verboten

Ein weiterer im entfestigten Bunker erhaltener Schriftzug: “Rauchen verboten” - dies gilt natürlich in heutiger Zeit (gerade, da sich ja auch Proberäume in diesem Hochbunker befinden) nicht mehr.

Luftschutzklappe
Draeger-Ventil

“Entfestigt” bedeutet, dass dieser Bunker keine Gasschleusen oder Druckausgleichtüren und Panzertüren mehr besitzt. Diese wurden nach dem Krieg entfernt. Neben den im Beton der Wände eingelassenen Dräger-Ventile sind nur noch wenige Originalteile vorhanden. Im Falle einer Bombardierung wurden durch den Druck der Explosion die Ventile automatisch geschlossen. Sie funktionieren nach dem einfachen Prinzip eines Rückschlagventils, wie man es in jedem Fahrradschlauch findet.

Korridor
Belüftungsanlage

Links: Ein Blick durch den Hauptflur der Luftschutzanlage.

Oben: Die Luftschächte unter der Decke. Auch diese sind noch original. Sie wurden nur an einigen Stellen aufgeflext (siehe weiter unten) und haben heute keinerlei Funktion mehr.

Panzertür - Detail

Dieses Bild zeigt den Durchgang vom druckbrechenden, weil S-förmigen, Eingangsbereich hin zu dem oben gezeigten Flur. Auch hier sind die Panzertüren entfernt worden. Die Aussparungen in der Wand sind noch gut zu erkennen.

Die Wände (Wandstärken):
Vorbau, Eingangsbereich: 150cm
Hauptwandstärke: 250cm
Druckschleusen: 100cm
Flur und Zellen: 40cm

Klappe
Lüftung
entfestigte Lüftung
??
Zellenlüftung

Die vier oberen Bilder und das Bild links zeigen Details weiterer verbliebener Einbauten der Lüftungsanlage des Hochbunkers.

Gang
Gang

Oben links und rechts: Ein Blick zurück in den Hauptflur von der Ostseite aus

Links: Ein Blick vom Osteingang in die Eingangsverwinkelung

Eingangsverwinkelung
Ausgang
Ausgang

Tür auf, Licht aus, raus...

Fakten, Zahlen, Geschichtliches und Aktuelles:

Bei dem Bombenangriff vom 18.11.1944 wurden mehrere Bunker in der münsteraner Innenstadt von Bomben getroffen. Unter den getroffenen Hochbunkern befand sich auch der Schützenhofbunker.
Eine Bombe durchschlug die Decke der dritten Etage und detonierte im Inneren. 68 Menschen fanden hier den Tod.

Das Bild zeigt den Raum, der durch die Bombe zerstört wurde. Die Aufnahme entstand einige Tage nach dem Fliegerangriff.

 

Der Bunker wurde in den Jahren 1942/43 gebaut und bot 1500 Menschen Platz.

Heute befinden sich im Hochbunker an der Hammer Strasse Proberäume, die die Kulturelle Interessengemeinschaft (KIG) mit Sitz in Herne, an lokale Bands vermietet.

Die unterste Etage der Anlage ist frei begehbar. (Wenn Bands proben stehen die Türen offen, was beinahe immer der Fall ist.)

Trotz der wenigen vorhandenen Relikte ist ein Besuch immer lohnenswert, da das Betreten völlig gefahrlos ist und man so einen kleinen Einblick in die Bunkerwelt von Münster nehmen kann.
Der Schützenhofbunker ist der einzige in Münster frei begehbare Hochbunker.

historisches Foto

Januar 2004

ACHTUNG: Die hier gezeigte Exkursion ist frei von allen Gefahren und ist daher ohne Altersbeschränkung für Jedermann(frau) zu empfehlen. Für die Befahrung der Anlage sind weder Helm noch Geleucht notwendig.
Es besteht KEINE Einsturzgefahr!

Schuetzenhof