Ein kleiner Haus- und Hofbunker in Münster-Ost.

Bis auf die Eingänge vorne und hinten ist dieser Bunker komplett zerstört.

Die geringe Wand- und Deckenstärke von circa 10cm deutet darauf hin, dass es sich hierbei lediglich um einen Splitterschutz für die umgebenen Höfe gehandelt haben kann.

Dieser Bunker bot circa 2-3 Familien Platz.

Rohrdeckungsgraben am Maikottenweg

Grundrisszeichnung - mit der Maus auf die Farben gehen!
Gesamtlänge - 10,4 Meter

Gesamtlänge - 10,4 MeterGesamtlänge - 10,4 Meter

Luftschutzrohr - 9,2 Meter

Luftschutzrohr - 9,2 MeterLuftschutzrohr Länge - 9,2 Meter

Stirnseite (Breite) - 2,85 Meter

Stirnseite (Breite) - 2,85 MeterStirnseite (Breite) - 2,85 Meter

Durchgang - 75 Zentimeter

Durchgang - 75 ZentimeterDurchgang - 75 Zentimeter

Wandstärke Eingangsbereich - 25 Zentimeter

Wandstärke Eingangsbereich - 25 ZentimeterWandstärke Eingangsbereich - 25 Zentimeter

Rohrdeckungsgraben am Maikottenweg

Wir begutachten das Luftschutz-Objekt von hinten nach vorne (in der Skizze oben von links nach rechts).

Dieser Röhrenbunker, der ausschließlich dem Zivilschutz diente, wurde im Jahr 1943 von der Stadt Münster zum Schutz der Bewohner der drei anliegenden Häuser errichtet.

Das Bild zeigt den halbversenkten Röhrendeckungsgraben aus südlicher Richtung.

Reste...

Der Notausgang im hinteren (Südwest) Teil des kleinen Zivilschutzbunkers hat eine Breite von 57 Zentimeter und eine Höhe von 110 Zentimeter.

Die Wandstärke der Rückseite beträgt 26 Zentimeter.

Die Stärke der Rohre beträgt 12 Zentimeter.

Durchsicht

Ein Anwohner berichtete uns, dass die mittleren Rohre nach dem Krieg demontiert wurden und Kopf- und Stirnseite gesprengt worden seien.

Spuren einer Sprengung findet man allerdings, wenn überhaupt, an dem verbliebenen Rohrstück der Rückseite - dieses ist an der Oberkante aufgeplatzt. (Siehe Bild links)

Auf dem Bild sieht man ebenfalls die Armierungseisen, die in die Rohre eingebettet sind.

Eingangsverwinkelung

Kommen wir nun zu der Stirnseite:
Der Eingangsbereich (ohne Vorbau) und ein Stück des Schutzrohres (50 Zentimeter) sind hier noch erhalten.

Die Schutzsuchenden mussten in dem Rohr, das einen Durchmesser von zwei Metern hatte ausharren.
 

Rechts die Rückansicht des Eingangsbereiches.

Eingang

Die Stirnseite:

Sie war mit einer Deckenstärke von sagenhaften 30 Zentimetern ausgestattet.

Wie auch in vielen großen Luftschutzanlagen besitzt der Rohrdeckungsgraben einen druckbrechenden Eingangsbereich - bei der Größe (oder besser Kleine) der Anlage wäre dieser aber wohl sinnlos gewesen.

Eingangsbereich oben

Die Decke der Vorderseite - im Bild ein Rucksack zum Größenvergleich.

Im Inneren besitzt der Eingangsbereich eine Deckenhöhe von 1,6 Metern.

Abschlusskante

Im Bild links sieht man den Sturz über dem Eingang. Hier erkennt man deutlich die Bruchkante, die bei der Entfernung des Vorbaus entstand. Es lassen sich keine Reste des Vorbaus in der näheren Umgebung finden.

Gesamtansicht

Die Anlage wurde von uns am 29.12.2003 zum zweiten mal besucht. Der erste Bericht steht weiter unten.

Alter Bericht:

Dezember 2002

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Maikottenweg