
Hier siehst Du einen gesprengten Bunker in Münsters Osten.

Wahrscheinlich ist dieser Bunker nicht direkt getroffen worden, sondern ist durch eine Explosion neben dem Bunker zerstört worden.
Wir fanden am Bunker selber keine Explosionsspuren.
Es handelt sich augenscheinlich um einen privaten Bunker zum Zivilschutz, einen “Haus- und Hofbunker”, der circa 3-4 Familien Schutz bot.
Betonierter Rohrdeckungsgraben an der Umgehungsstraße

Dezember 2002
Diese Bunkerruine befindet sich an der Umgehungsstraße im münsteraner Stadtteil Mauritz.
Dies ist die zweite Begehung der Bunkeranlage. Wir beginnen an der intakten Stirnseite und arbeiten uns zu der zerstörten Seite vor.
(Siehe Plan)

Intakter Vorraum
Außenwände - Stärke: 40 Zentimeter
Gerissene Decke
Intaktes Lüftungsrohr
Außerhalb liegende Druckschutzmauer - 1,6 Meter x 0,55 Meter
Luftschutzrohr mit betonierter Sitzreihe - Durchmesser 1,6 Meter
Rohrumschließende Ziegelmauer
Betonierte Abschlussdecke - in der Mitte 1 Meter stark, am Rand 37 Zentimeter




12,8 Meter ist die Gesamtlänge des 1943 erbauten Rohrdeckungsgrabens. Die Länge der Röhre betrug, wie auch beim Kleinbunker am Maikottenweg, 9,2 Meter, nur dass dieser wegen der Deckenstärke von einem Meter wesentlich besseren Schutz bot.
Dieser halberdversenkte, betonierte Rohrdeckungsgraben bot den Bewohnern der umliegenden Häuser Schutz. Bei der angegebenen Gesamtlänge und einem Rohrdurchmesser von 1,6 Meter kann man davon ausgehen, dass in dem Bunker mindestens 20 Personen die Luftangriffe halbwegs sicher erwarten konnten.
Mittlerweile bestätigte sich unsere Annahme aus dem letzten Jahr: Dieser Bunker wurde nicht direkt getroffen, sondern sollte ebenfalls nach dem Krieg gesprengt werden - dies misslang aber beinahe völlig. Übrig blieb diese Bunkerruine.


Die Bilder oben und rechts zeigen die gesprengte Decke von zwei verschiedenen Seiten.

Die Breite des Bunkers betrug drei Meter.
Links ein Blick von der zerstörten Seite in Richtung Intakter Vorraum und Druckschutzmauer.
Unten: Das intakte Lüftungsrohr, es gab drei Stück.


Die Bunkerruine ist nicht nur einsturzgefährdet, auch scharfkantige Stahlplatten, Flaschen und anderer Müll laden nicht gerade zu einer Begehung ein.
Dezember 2003
Alter Bericht:
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