Hochbunker Marienstrasse

Ein weiteres besonderes Bunkerbauwerk befindet sich in BO-Wattenscheid an der Marienstrasse/Pohlbörgerstrasse in Nähe der Innenstadt. Der Wattenscheider Architekt Ringelband entwarf dieses besondere Bauwerk mit turmähnlichem Treppenhaus außerhalb des eigentlichen Hochbunkers. Dieser Bunker erinnert ein wenig an eine Burg und an den Hochbunker MarienstrasseLazarettbunker in Münster. Auch dieser Bunker sollte aus der Luft nicht gleich als solcher erkannt werden. Der Hochbunker in Wattenscheid wurde im Zuge der ersten Welle gegen Ende 1944 gebaut und hatte die originale Kennnummer: “1 U. Münster 20 S”. Die Deckenstärke von 140 cm war mit einer Spiralarmierung durchzogen. Eine weitere Besonderheit von diesem Hochbunker ist die Bodenplatte mit doppelter und kreuzweise verlegter Armierung von 2 cm Stärke im Beton zur Bergschädensicherung. Im Bunker waren im 2. Weltkrieg 321 Liegeplätze und 553 Sitzplätze vorhanden. Zusammen also 874 Schutzplätze, wobei auch dieser Bunker im Ernstfall mehr Menschen aufnehmen konnte. Für den Bau dieses Hochbunkers mit vier Etagen wurden 3260 m³ Eisenbeton und 276 m³ Stampfbeton verbraucht. Die technische Ausstattung bestand aus einer gassicheren Kampfstoffbelüftung mit 2,4er Filtersystem von der Firma Rheinwerke aus Wuppertal, einer Hauptbelüftungsanlage ebenfalls aus Wuppertal vom Fabrikat Winkelsträter & Sure, und einer Warmwasserheizungsanlage mit 2 Kesseln die jeweils in einem splitter- und trümmersicheren Anbau am Bunker gesondert untergebracht waren.

Während der Fliegeralarme in Bochum haben sich bis zu 3400 Personen in diesem Zivilschutzbunker in Sicherheit gebracht.

Bilder vom Hochbunker an der Marienstrasse:

Hochbunker MarienstrasseHochbunker Marienstrasse

Hochbunker MarienstrasseHochbunker Marienstrasse

Hochbunker MarienstrasseHochbunker Marienstrasse

 

HB Marienstr.