Zechenhaus der Steinkohlengrube Hector

Die Gewerkschaft Vereinigte Engelsburg wurde 1830 gegründet. Zu ihr gehörte das hier gezeigte alte Zechengebäude. Nachdem die Zeche Vereinigte Engelsburg im Jahre 1833 zum reinen Tiefbau überging, wurden zunächst einige kleinere Tiefbauschächte im Westfeld geteuft. Die vorhandenen Stollen dienten bald nur noch zur Wasserlösung.
Im Jahre 1846 begann die Gewerkschaft Vereinigte Engelsburg in der Nähe des Maschinenschachtes den tieferen Hectorschacht abzuteufen. Dieser war seiger und mit Dampfmaschinen für Förderung und Wasserhaltung ausgerüstet. Zeitgleich wurde der ältere Schacht 1 aufgegeben, allerdings nicht verfüllt. Wegen der größeren Teufe des Seigerschachtes und der dadurch bedingten höheren Seilkräfte bei der Förderung mußte man den Schacht Hector mit einem größeren und kräftiger gemauerten, turmartigen Teil des Schachthauses ausstatten. Das Schachthaus hatte ähnlichkeit mit einem Malakoffturm, ohne einer zu sein.
Im Jahre 1847 übernahm der neue Schacht die gesamte Förderung der Zeche Vereinigte Engelsburg auf zwei Tiefbausohlen. Diese hatten eine Teufe von 50 und 86 Metern. Abgebaut wurde Fettkohle. Im Schacht Hector wurde zeitweise auch ein Teil der Grubenwässer der Zeche Vereinigte Maria Anna und Steinbank gehoben.
Sieben Jahre später, 1854 wurde der Schacht erneut tiefer geteuft. Er erreichte eine Endteufe von 156 Metern. Die Steinkohlen wurde nun auf vier Tiefbausohlen gefördert und durch den Hectorschacht zutage gefördert. Der Schacht hatte immer mit starken Wasserzuflüssen zu kämpfen, so daß man wiederholt die Pumpenleistung erhöhen mußte. Im Jahre 1865 erreichte der Schacht Hector mit 63.108 Jahrestonnen seine größte Fördermenge an Steinkohlen. Die Belegschaft bestand dabei aus 327 Bergleuten.
1867 wurden die Wasserzuflüsse so groß, daß ein wirtschaftlicher Betrieb der Zeche nicht mehr möglich war. Der Hectorschacht wurde stillgelegt.

Von dem Hectorschacht selber sind heutzutage nur noch die Reste des Mauerwerks vom Förderturm zu sehen. Der Förderturm befand sich zwischen den beiden Maschinenhäusern, welche heute zu Wohnhäusern umgebaut worden sind. In den Maschinenhäusern befanden sich zwischen den Jahren 1846 und 1867 die Fördermaschinen, die Maschinen zur Wasserkunst sowie die Dampfkessel der Zeche Hector.

Zechenhaus der Steinkohlengrube Hector - Bochum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zechenhaus der Steinkohlengrube Hector - Bochum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zechenhaus der Steinkohlengrube Hector - Bochum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Zeche Hector