Die Hexenhöhle...           
             ...oder auch nicht?!
Ein kleiner Befahrungsbericht..

Januar 2005: Björn, Kira der Husky-Schäferhund-Mischling und Ich (Olly) liefen wie so oft durch den Teutoburger Wald. Wir befanden uns in dem westlichsten Ausläufer vom Teuto in der Nähe vom nassen Dreieck. Genauer gesagt liefen Hexenhöhle Ibbenbürenwir den Hermannsweg auf dem Huckberg entlang, als wir das Schild mit der Aufschrift "Hexenhöhle" erblickten.
Eigentlich waren wir auf der Suche nach einem Stollenmundloch, welches wir an diesem Tage leider nicht fanden. Das heißt, Stollen fanden wir reichlich, aber nicht den, den wir wollten. Aber das ist eine andere Geschichte, und wird sicherlich noch in der Rubrik “Altbergbau Ibbenbüren” auftauchen.
Egal, dass Schild lockte uns die Steilwand runter, denn wir wollten uns die Hexenhöhle mal ansehen. Nach etwa 25 Höhenmetern standen wir auch schon vor der besagten Höhle. Kira verschwand als erste in dem dunklem Loch. Björn folgte dem Hund sogleich und ich machte erst einmal ein paar Fotos von dem Eingang, bevor ich meine Stirnlampe und die MagLite aus dem Rucksack kramte und dann den beiden folgte. Die Hexenhöhle wurde ausgiebig erkundet und eines war uns sofort klar: Die Hexenhöhle ist definitiv keine Höhle. Es handelt sich hierbei um ein kleines Stollensystem mit zwei Ein- bzw. Ausgängen.
Das Stollensystem befindet sich in einem verlassenden Sandsteinbruch und es sind noch einige Bohrlöcher für Sprengladungen zu sehen. Es handelt sich wahrscheinlich um einen alten Versuchsstollen oder um einen Querbau, der vielleicht einer Erz-Ader folgte. Eingang der Hexenhöhle - Björn und Kira
Anzeichen für einen LS-Stollen gab es keine, zumal der Stollen auch zu hoch in einer Steilwand lag und im Ernstfall nicht schnell genug zu erreichen war. Wir machten es uns in dem Stollen gemütlich und legten eine Pause ein. Es gab Kaffee und wir diskutierten über die Eigenart der Menschen, die jegliche Arten von Löchern im Wald als "Höhle" zu deklarieren. Es gibt im Raum Ibbenbüren eine Vielzahl von Höhlen, die teilweise auch im Stadtplan als solche verzeichnet sind. Da gibt es die Bärenhöhle, die Hexenhöhle (wo wir uns ja gerade befanden), die Burghöhle, das Hexenloch, das Fuchsloch und die Fledermaushöhle. Ich frag mich auch immer, wer auf Namen wie Teufelsloch usw. kommt?
Höhle wird ja bekanntermaßen so definiert: Eine Höhle ist ein auf natürlicher Weise entstandener Hohlraum im Gebirge, der von mindestens einem Menschen befahren werden kann.
Im Großraum Ibbenbüren handelt es sich bei den "Höhlen" fast immer um alte Bergwerksstollen. Uns sind sie alle bekannt und nur bei der Fledermaushöhle handelt es sich um eine echte Höhle. Die Fledermaushöhle ist noch nicht einmal besonders lang... Ausgang der Hexenhöhle
Das stört uns auch weiter nicht, denn wenn wir Höhlen Besichtigen wollen, dann fahren wir ins Sauerland. Doch zurück zu unserer kleinen Exkursion. Da wir uns sowieso vorrangig für Relikte aus dem Bereich Altbergbau in Ibbenbüren interessieren, sind wir mit diesem kleinen Stollen schon glücklich. Nach einer schlechten Stunde brachen wir wieder auf und suchten weiter.
Ungefähr eine Stunde später fanden wir wieder einen Stollen. Dieser hatte zwei nebeneinander liegende Eingänge, doch das ist eine ganz andere Geschichte und passt nicht zum Thema Hexenhöhle, Hexenstollen, Hexenquerbau, Altbergbauhexe....

 

 

 

Olly in der Hexenhöhle
Im Teutoburger Wald waren Björn, Olly und Kira - Fotos und Bericht von Olly - (c)2005

 

 

Hexenhoehle