Der Morgensternschacht - Altbergbau Ibbenbüren

Morgensternschacht Ibbenbüren - AltbergbauDer Morgensternschacht befindet sich im Osten der Stadt Ibbenbüren am Rande des Schafberges. Er wurde als Hauptschachtanlage des Schafberger Steinkohlereviers im Jahre 1824 abgeteuft. In 42 Lachter (88 Meter) Teufe erreichte der Morgensternschacht Anfang 1826 den Schafberger Tiefenstollen, der schon seit 1804 das Ostfeld, speziell die Schafberger Gruben, entwässerte.
Zur selben Zeit begann die Förderung der Steinkohlen durch den Morgensternschacht. Unterhalb des Wasserlösestollens (Schafberger-Tiefen-Stollen) wurden in den nächsten Jahren noch zwei Tiefbausohlen bei 70 und 100 Lachter angelegt. (146 und 209 Meter Teufe) Dort baute die Zeche Schafberg die Kohlenflöze Glücksburg, Alexander, Flottwell und Bentingsbank durch den Schacht ab. Fast ein halbes Jahrhundert war der Morgensternschacht in Betrieb, ehe er am 1 April 1872 (vorerst) stillgelegt wurde. Die heute noch aktive, ebenfalls auf dem Schafberg errichtete Zeche Von Oeynhausen, löste ihn ab...

Morgensternschacht Ibbenbüren - Altbergbau...Die ehemaligen Tagesanlagen des Morgensternschachts stammen aus der zweiten Epoche, genauer gesagt aus den Jahren 1920 bis 1928, in der die Zeche Concordia den Morgensternschacht erwarb, ihn wieder reaktivierte und ihn bis zu seiner Endtiefe von 348 Metern auf die dritte Sohle abteufte. In den 40er Jahren wurde der auf den Fotos zu sehende Schacht und Förderturm aus Ziegeln erbaut. Es gab in dieser Form nur zwei gemauerte Schachttrumme in Ibbenbüren. Morgensternschacht und Rudolfschacht, wobei Letzterer abgerissen und überdeckt wurde. In den letzten Jahren diente der Morgensternschacht nur noch zur Wetterführung der Zeche Oeynhausen/Schafberg, ehe er im Jahre 1997 zusammen mit dem komplettem Ibbenbürener Westfeld endgültig stillgelegt wurde.

Morgensternschacht Ibbenbüren - AltbergbauAnreise:
Der Morgensternschacht befindet sich etwa 4 Kilometer östlich von Ibbenbüren an der Osnabrücker Strasse (L501), Ecke Morgensternstrasse (!!!). Vor dem Zechengelände befindet sich ein kleiner Parkplatz, der gleichzeitig Start und Ziel von einem Bergbauwanderweg ist. Der Bergbaurundweg wurde vom
Knappenverein Tecklenburger Land (externer Link) liebevoll und ehrenamtlich hergerichtet und zeigt verschiedenste Relikte aus der Altbergbauzeit rund um Ibbenbüren, die alle im landschaftlich reizvollem Wiehengebirge versteckt sind. Die Relikte sind beschildert, und werden kurz vorgestellt. Zu sehen gibt es entlang der Wanderroute typische Bergbauzeugen wie Pingen, Bergehalden, Loren, Schachtgebäude und natürlich auch Stollenmundlöcher. (u.A. Anneliesestollen, Permer Stollen...)

 

Das 7Grad-Team wünscht viel Spaß beim Wandern durch Ibbenbüren...

Zur Fertigstellung dieses Berichtes benötigte der Olly
   - das Buch "Der Ibbenbürener Steinkohlenbergbau"
   - eine Digitalkamera
   - Georg und seinen Compi
   - Björn und dat Wuddi
   - jede Menge Kaffee und natürlich
   - den Morgensternschacht selba...

(c) Mai/Juni 2005, D7GT

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