Augenblicke - 7Grad on Tour

Auf der Tour nach Ibbenbüren im Sommer 2003 gab es natürlich viele lustige Momente, Eindrücke und Beeindruckendes - eben Augenblicke. Wir wollen Euch nun teilhaben lassen an der “Tour de Têutò”.

Mit den Zielen Teutoburger Wald, Permer Stollen und U-Verlagerung Zeolith brachen wir an einem schönen Sommertag von Münster mit unseren Rädern auf. Gepäck aufgeschnallt und immer am Kanal entlang - bis Brochterbeck. Ab hier ging es dann bergauf.

Nein nein! HIER ist das Vögelchen!

Erst in den Höhen des Teutoburger Waldes gönnten wir uns eine Pause - Kaffee und Kekse.

Beten? Nein Kaffee kochen!
Gleich fällt das Bier um....
Die Fackel zieht den Strumpf über die Tülle

Nach der “Besichtigung” der U-Verlagerung Zeolith hatten wir uns eine kleine (Bier)Pause verdient - hierbei wurde dann auch die Ausrüstung nochmal überprüft und wieder verstaut.

Bilderbuch Deutschland! Heute: Der Teuto

Bevor es dann zum Nachtlager ging haben wir noch einmal die wunderbare Aussicht vom Dreikaiserstuhl aus bewundert.

Nicht schlafen! Es gibt doch gleich Bohnen!

Das Nachtlager errichteten wir am Südhang. Nachts wurden wir von den bellenden Rehböcken geweckt. Uhus schwebten lautlos über uns hinweg.

Quelle
Hab ich einen Hunger!

Früh morgens fuhren wir dann zu der nahegelegenden Quelle um uns zu waschen, Kaffee zu kochen und unser Geschirr zu spülen. Das Wasser war stark eisenhaltig (rot-orange-Färbung) und hatte eine angenehme Temperatur von 7°C.

 

Dachsburg

In der Nähe der Quelle fanden wir eine verlassene Dachsburg unter einem riesigen Baum - EINE HÖHLE!

Natürlich quetschten wir uns sofort rein! - Danke Gevatter Dachs.

MIIIIITTTTTAAAAAACH

Auf dem Weg zum Permer Stollen machten wir dann an einer sehr idyllisch gelegenen Wegekapelle Rast und stärkten uns - Milch und Brötchen.

Sie nannten ihn Plattfuß

Die Pause an der Kapelle hätten wir uns sparen können! Keine zehn Minuten später hatten wir eine Zwangspause - Georg war durch eine Scherbe gefahren und riss sich den Mantel fünf Zentimeter weit auf. - Da half der vorsichtshalber eingepackte Ersatzschlauch alleine auch nicht mehr.

Teil II: Plattfuß pumpt immer noch!

Nur dank eines Bauernhofes in dieser Einöde gab es Gummi zur Reparatur der Panne.
Vielen Dank Günna!
Der genervte Blick - die kleine Luftpumpe - eine leere Flasche O-Saft - 28°C - man war das ein Spaß!

Wenn wir erklimmen...

Auf dem Proll - ja, so heißt der Berg wirklich, stieg die Temperatur in ungeahnte Höhen - 35°C.
Hier half nur noch schieben - aus Erschöpfung, und weil die Pedale schon locker.... ach wartet es einfach ab!

Kaputt

Fünf Kilometer weiter, noch drei Kilometer bis Tecklenburg und der Teutoburger Wald hatte gewonnen!

Mann hab ich es satt!

In Tecklenburg angekommen (drei Kilometer schieben bei mittlerweile 38°C) war die erste Information der Eingeborenen: ”Hier gibbet keine Fahrradwerkstatt! Mussu zurück nach ibbenbüren!”
Das saß! Wir hatten sowas von den Kaffee auf. Selbst die Höhle, die links von dem Bild hier ist, hat uns nicht mehr interessiert! Abgesehen davon hat sie eh nur an Sonn- und Feiertagen geöffnet - gut dass Samstag war!

Nur gut, dass es das Fremdenverkehrsamt gibt. Mit der schlechtesten Stadtplankopie der Welt machten wir uns also auf den Weg zur örtlichen KFZ-Werkstatt “Die habben sowatt!”.

Hinterhofwerkstatt
Guter Nachname

Nunja - endlich bei der Werkstatt angekommen. Es ging nur bergab, man konnte also rollen. Trotz Mittagspause erbarmte sich der KFZ-Mechaniker “Günna” und wechselte für günstige 15€ beide (!!!) Pedalen. Danke Günna!

Keuch
Schnauff

Ohne Worte...

Ich seh nix mehr - wo müssen wir hin?

Unsere Devise: Nur das Nötigste mitnehmen, was man für zwei Tage und eine Übernachtung braucht!
Aber Hammer und Meissel, die Gaslampe, die Maglite, die Lucido, den Spirituskocher, Badesachen, 20 Flaschen Bier, einen Ersatzschlauch, Ersatzbatterien, Seile, das Werkzeug, Gaskartusche, Verpflegung für fünf Personen, und Wasser - viel Wasser müssen mit! Ach ja und die dicke Jacke für innen - da ist es kalt!
Weiterhin noch die Kleinigkeit von einer Regenjacke, Handtüchern, ein zweites Paar Schuhe, Müllbeutel (20 Stück.), Kaffee, Filter, die Brennstoffflasche und die Ersatzbrille dürfen nicht zu Hause gelassen werden!

UND DAS FÜR JEDEN!

Nur die 25-Meter Strickleiter blieb zu Hause!

Zehn Meter
Aber ich kann doch keine Fotos machen...

Mittlerweile war die Temperatur auf 39°C gestiegen...

Suchbild: Wo ist der Schweiss?

Die einzige Chance zu überleben und somit die Heimat zu erreichen - ABKÜHLUNG!

Münsterlandpanorama

150 Kilometer Wegstrecke und unzählige Höhenmeter - eine riesige Anstrengung, aber die lohnt sich!

WIR KOMMEN WIEDER, TEUTOBURGER WALD!

Augenblicke