Der Buchholzer Stollen

Der hier vorgestellte Stollen bekam in der Fachliteratur zwei unterschiedliche Namen: zum einen “Bucholzer Stollen”, zum anderen “Steinbecker Stollen”. Die Erklärung für diese Namensvergabe ist relativ einfach: Der Stollen befindet sich im Waldgebiet “Buchholz” im Wiehengebirge, das Stollenmundloch zeigt Richtung der Ortschaft Steinbeck. Der verschlossene Stollen befindet sich direkt am Trimm-Dich-Pfad im Buchholzer Wald und ist ausgeschildert, sowohl vom Parkplatz Reckerstraße, als auch vom Parkplatz Steinbeckerstraße.

Buchholzer Stollen

Zur Geschichte des Stollens:
Zur Ableitung von Grubenwasser der Grube Buchholz wurde am 28. September 1748 der Bau des Stollens genehmigt. Der Stollen nahm seinen Anfang in Martenst(h)al am nördlichen Abhang des Wiehengebirges und erreichte bei 418 Metern (200 Lachtern) Länge das Flöz Buchholz im Jahre 1752.
Auf den Stollen wurden zwei Lichtlöcher und mehrere Schächte geteuft. Die Schächte waren:
1792 - Pfeilerschacht
1797 - Luisenschacht
Bis 1811 wurden noch folgende Schächte niedergebracht:
Annaschacht
Sophiaschacht
Augustschacht und der
Amaliaschacht.
Der Wasserlösestollen in Buchholz, der auch Förderstollen war, war zur weiteren Förderung allerdings nicht tief genug. Abgesehen davon, war die Kohle aus Flöz Buchholz auch sehr mager - aus diesen beiden Gründen wurde der Betrieb in Buchholz 1819 eingestellt.

Stollenmundloch

Heute ist nur das Stollenmundloch des Stollens zu besichtigen - der Rest des Stollens ist verstürzt. Das Stollenmundloch wurde am
29.10.1987 wieder hergerichtet. Auch das alte Stollenmundloch befand sich an exakt dieser Stelle.

Juni 2004

Quelle (außer Bilder):
Der Ibbenbürener Steinkohlenbergbau”
Röhrs & Rickelmann

Stollen Buchholz