Festung KölnPreußischer Soldat am Tag der offenen Forts 2004
Der erste Kontakt

Planlos in Köln! oder auch: Ein Tourbericht...

Anfang Oktober 2004: Georg und ich (Eismann) waren wie so oft voller Tatendrang und wollten am darauf folgenden Wochenende unbedingt etwas in Sachen 7Grad unternehmen. Zwei Exkursionen kamen in die engere Wahl.
Zum Einen erwarteten uns diverse U-Verlagerungen in und um Wuppertal, die wir begehen wollten, zum Anderen veranstaltete die Denkmalbehörde in Köln einen Tag des offenen Denkmals am 16.10.2004. Nach einigem hin und her entschieden wir uns für den Tag der Forts in Köln, zumal Christian aus Aachen auch Interesse bekundet hatte und sich mit uns an dem Samstag in Köln treffen wollte.

Geplant, getan. An dem Samstag fuhren Georg und ich mit dem Rhein-Münsterland-Express gegen 10 Uhr in die größte Stadt in NRW. (Natürlich über Wuppertal...) Die Strecke kannten wir bereits auswendig, da es zum einen der direkte Weg zu den Ofenkaulen ist, und ich eh andauernd zwischen Münster und Wuppertal hin und her pendele.

Als wir in der Domstadt gegen Mittag eintrafen, wartete Christian bereits auf uns - Die Exkursion konnte beginnen!

Zwischenwerk VIIIbNach einer weiteren halben Stunde erreichten wir das Zwischenwerk VIIIb am Militärring, an dem wir parkten und unser "Basislager" aufschlugen. Es waren trotz regnerischen Wetter etliche illustre Gestalten und zahlreiche Interessierte vor Ort. Da wir uns auch auf die erste Begegnung mit dem Bunkerspecht freuten, erkundeten wir uns zunächst über den genauen Standort von Selbigem, außerdem deckten wir uns mit einigen Flyern rund um den Kölner Festungstag ein.

Wir erfuhren, das sich Bunkerspecht und die CRIFA zur Zeit im Zwischenwerk IXa in Köln-Westhoven aufhielten und dort eine Führung durch dieses Bollwerk des ersten Weltkriegs anboten.
Wir beschlossen zu Fuß zum Zwischenwerk IXa zu laufen. Nachdem wir die ehemalige Kaserne und den ungefähren Standort lokalisiert hatten, machen wir uns auf den Weg. Es hatte mittlerweile aufgehört zu meimeln und war noch recht warm bei 18°C. Laut Stadtplan (der natürlich im Auto blieb) war es ca. 3 km zu laufen. Doch das Problem war der kleine Bach mit dem Namen “Rhein”, der sich durch Köln schlängelt und über den natürlich nicht alle 200 Meter eine Brücke führt. Nach einem kleinen Umweg fanden wir dennoch eine Möglichkeit den Rhein über eine Autobahnbrücke zu überqueren. Nachdem wir nun über den Rhein rübergemacht hatten, fragten wir an einem Schrebergarten nochmals nach dem genauen Weg zur alten Kaserne, was sich allerdings als fataler Fehler heraus stellte: Der Mann schickte uns genau falsch rum um das Gelände, so dass wir nach einem Umweg von gut 5 Kilometern viel zu spät an dem Tor ankamen, und erfahren mussten, dass die Führung schon längst begonnen hatte, und wir auf keinen Fall Zutritt auf das Gelände hätten.
Na toll! Wir machten uns also wieder auf den Weg zurück zum Zwischenwerk VIIIb, wo wir eine Stunde später auch ankamen.
Gut, dass wir nun auch erfahren mussten, das Bunkerspecht noch eine weitere und spätere Führung im Fort IX , ganz in der Nähe vom Zwischenwerk IX a, wo wir ja vorhin waren, anbot.
Doch dafür war es nun auch zu spät, da sich das Fort IX ebenfalls auf einem ehemaligem Kasernengelände befand, und wir außerhalb der Führungszeiten nicht auf das Gelände kommen konnten.
Der Tag schien für uns Bunkersportler gelaufen zu sein, so dat wir uns nun ausführlich im Zwischenwerk VIII b umsahen und Fotos schossen. Mittlerweile war es wieder am regnen.
Ausrüstung der Die “Preußischen Soldaten” von der “
Alten Armee” führten vor dem Zwischenwerk die Uniformen des ersten Weltkrieges und ihre Ausrüstung vor und standen als “Torwache” in feldgrauer Uniformierung von 1914 vor der Kehlkaserne, so dass der Tag doch noch interessant für uns wurde.
Nach einer Weile hatten wir genug und berieten, was wir nun noch machen sollten. Wir beschlossen gleich nach Aachen zu fahren und uns morgen im Westwall auszutoben...

Doch wir wollten den Kölner Festungstag nicht beenden, ohne wenigstens dem Bunkerspecht "Hallo" gesagt zu haben und fuhren zunächst zu der Kaserne, wo Bunkerspecht die letzte Führung durch das Fort IX gleich beendete. Im strömenden Regen warteten wir etwa eine halbe Stunde vor dem verschlossenen Tor darauf, dass der Bunkerspecht mit seiner Gruppe heraus kam.
Wir wollten wenigstens Hallo und Tschüss sagen, bevor wir in die Eifel fuhren....

Dann war es auch soweit: Als die Gruppe das Kasernengelände verließ, und wir Bunkerspecht erkannten, stellten wir
uns kurz mit den Worten: "Moin, wir sind das 7Grad-Team und wir wollten wenigstens mal Hallo sagen..." vor. Bunkerspecht antwortete: "Na endlich, ich habe schon auf euch gewartet..."
Ausblick aus Fort IXTja, wer hätte das gedacht: auch dieser Tag hatte sich dann noch zum Besten gewandelt, denn Bunkerspecht und zwei überaus nette Leute von der CRIFA boten uns eine Privatführung durch das Fort IX an. Das konnten wir natürlich nicht  ausschlagen. Trotz später Stunde, Regen und Dunkelheit genossen wir die Führung, waren überaus Glücklich und sahen sogar Sachen, die nicht für jedermann zugänglich waren und sind. Wir machten viele Fotos und fanden sogar noch ein paar unerkundete Ecken....

 

 

 

 

...Soviel zum Tourbericht: “Bunkersportler aus Westfalen in Köln”. Den Kölner Dom haben wir wieder nicht gesehen, aber die Festungswerke aus dem ersten Weltkrieg waren eh viel interessanter. Wir sind in den nächsten Tagen noch in der Eifel unterwegs gewesen und haben einige neue Westwallbunker gesucht und gefunden. Doch dazu mehr auf unserer Westwallseite. Nähere Informationen und Fotos über den Kölner Festungsring und vor allem über die von uns besuchten
Werke gibt es unter den einzelnen Rubriken....

Vielen, vielen, vielen Dank an Karl Heinz Blümel "Bunkerspecht" und das Team von CRIFA e.V. für die exklusive Begehung, Infos, und die nette Begleitung. (Wie geht´s meinem Stollen?)

Besucht mal deren Homepages:

Bunkerspecht - Bunker im Atlantikwall
Bunkerspecht - Kölner Festungsbauten
CRIFA e.V. - Kölner Festungsring
Alte Armee - Geschichtsdarstellung 1870-1918

Georg und Christian im Innenhof der Kehlkaserne - Zwischenwerk VIIIb

(c) by D7GT 2005

Verantwortlich für die Texte:
Oliver Eismann und Georg

Infos und Quellen:
CRIFA und Bunkerspecht

Fotografen vom Dienst:
Georg (hauptsächlich), Christian und Olly

Exkursion:
Das 7Grad-Team (Defender, Fackel und Eismann) 16.10.2004

 

 

Das war nur der Anfang. Wir kommen wieder, wenn es heißt: Tag der Festung in Köln 2005...

 

Koeln