Der Frielinghausstollen - westlicher Tagetrieb

Der Frielinghausstollen - westlicher TagetriebDer Frielinghauser Stollen besitzt zwei Stollenmundlöcher. Es gibt den westlichen und den östlichen Tagetrieb der Frielinghauser Stollenzeche. Das hier gezeigte westliche Stollenmundloch befindet sich im Hardensteiner Tal, etwa 300 Meter oberhalb der Burgruine Hardenstein im Wald. Das Portal des östlichen Stollens befindet sich auf dem Hundeübungsplatz, gegenüber vom Turteltaubestollen im unteren Muttental. Die Zeche Frielinghaus begann ab dem Jahre 1768 von zwei Stellen aus, aufeinander zuarbeitend, das gleichnamige Flöz Frielinghaus abzubauen. Das Flöz hatte eine Oberbank mit einer Mächtigkeit von gut 80 Zentimeter reiner Steinkohle. Die Kohlen wurden mit Schubkarren aus dem Stollen gefördert und in das Bergische Land verkauft. Als im Jahre 1792 der St. Johannes Erbstollen das Flöz Frielinghaus erreichte, konnten und wurde die Steinkohle zusätzlich durch ihn zur Ruhr transportiert, und mit Schiffen verschickt. Bis auf ein paar kurze Unterbrechungen wegen Wassereinbrüchen war der Ertrag sehr hoch und brachte den Besitzern hohe Gewinne. Im Jahre 1806 hatte der westliche Frielinghauser Stollen eine Länge von 543 Metern. In dem Stollen arbeiteten etwa 30 Bergleute. Da bei zunehmender Stollenlänge die Wetter immer schlechter (matter) wurden, bemühte man sich die östliche mit der westlichen Stollenstrecke zu verbinden. Der Durchschlag geschah im Jahre 1815. Der Frielinghauser Stollen hatte nun eine Gesamtlänge von 1267 Meter. Ab dem Jahr 1825 wurden zusätzlich noch Flügelörter in Richtung Norden und Süden aufgefahren. Auch der Schacht Constanz teufte auf die Frielinghauser Stollensohle, welche er bei 20 Meter Seige auch erreichte.

Frielinghausstollen