Grube Theresia - Grubenbahnmuseum

Grube Theresia - GrubenbahnmuseumDas Gelände der ehemaligen Grube Theresia liegt in Witten-Bommern an der Nachtigallstraße unterhalb der Burg Steinhausen. Die Arbeitsgemeinschaft Muttentalbahn e.V. (externer Link) baut zur Zeit ein Feld,- und Grubenbahnmuseum auf dem Zechengelände. Der Eintritt ist zwar frei, aber wir waren leider zu spät dran, so dass wir vor verschlossenen Toren standen und lediglich Aussenaufnahmen von dem Gelände machen konnten.
Doch nun zur Geschichte der Grube Theresia im Bergbaugebiet Witten. Die Burg Steinhausen gehörte seit 1732 dem Freiherren von Elverfeld. Sein Sohn Levin war derjenige, der im Jahre 1789 die Bank unter seinem Adelssitz zusammen mit den darunter liegenden Flözen mutete. Er wollte sich die Abbaurechte sichern.
Am 17.05.1800 wurde er mit dem Grubenfeld unter dem Namen Theresia beliehen. Ein geregelter Bergbau unterhalb der Burg Steinhausen begann im Jahre 1812. Es wurden die Flöze Theresia (Geitling) und Theresia Nebenbank (Kreftenscheer) abgebaut. Die Bergleute entdeckten beim Streckenvortrieb ihnen nicht bekannte, verfallene Grubenbaue aus früheren Zeiten. Ein Jahr später legten die Bergmänner einen zentralen Förderstollen an, der von der Ruhr aus in den Berg unterhalb von Steinhausen führte. Die Grube Theresia dehnte sich schnell aus, so dass 1819 ein weiterer tonnlägiger Schacht abgeteuft wurde. Bis in das Jahr 1832 wurden die Steinkohlen durch den Hangstollen und den Schacht zu Tage gefördert, bis die Vorräte erschöpft wareGrube Theresia - Grubenbahnmuseumn. Der Zechenbetrieb ruhte einige Jahre, bis Ludwig von Elverfeld 1850 einen seigeren Schacht bis unter das Ruhrtal abteufen ließ. Dieser Schacht hieß Catharinaschacht. Zeitgleich wurden auch die teilweise heute noch existenten Zechengebäude über Tage errichtet. Die Grube Theresia erhielt ein zweigeschossiges Maschinenhaus, ein Kesselhaus mit Dampfmaschine zur Wasserhaltung und einen Schornstein oberhalb der Häuser am Berghang. Doch die von Ludwig von Elverfeld eingeleiteten Bauarbeiten wurden nicht von ihm selber zu Ende geführt. Er verkaufte die Zeche Theresia am 28.06.1851 zusammen mit dem Schloss Steinhausen an Holländische Geldgeber, welche unter der Leitung von Jan Jakob van Braam die Zeche ab März 1852 weiterführten. Der Schacht hatte Ende 1852 eine Teufe von 297 Metern. Schon zwei Jahre später hatte der Catharinenschacht eine Teufe von 690 Metern, als er im Herbst auf der 7. Tiefbausohle mit der
Zeche Nachtigall zum Durchschlag kam. Durch die Verbindungen mit der Nachbarzeche wurde die Wetterführung erheblich verbessert. Die Tiefbauzeche Theresia transportierte die Steinkohle über eine Pferdeeisenbahnstrecke bis zum Bahnhof Witten, wo seit 1848 die Bergisch-Märkische Eisenbahn existierte, die wiederum die Kohlen weiter transportierte. Die Zeche Theresia bestand noch sehr lange bis zum Jahre 1963...

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