Stollen Braunschweig - Südflügel

Stollen Braunschweig - SüdflügelLediglich die obere Wölbung vom Förderstollen der Zeche Braunschweig ist heutzutage noch zu erkennen. Das Stollenmundloch des Braunschweiger Stollen befindet sich an der Nachtigallstrasse in Witten Borbeck unterhalb vom Schloss Steinhausen in einer Felswand. Aufgefahren wurde die Zeche Braunschweig ab dem 06.02.1751. In etwa 60 Metern Abstand wurden zwei Stollen in den Berg getrieben, welche dem Steinkohleflöz Mausegatt in westlicher Richtung folgten und es abbauten. Es gab den Nordflügel, der bis zu den Frielingshausener Höfen reichte, und den Südflügel, dessen Abbaugebiet in etwa bis zur Zeche Turteltaube reichte. Von dem Stollen im Braunschweiger Nordflügel ist heutzutage nichts mehr vorhanden. Die Steinkohle wurde zwischen den Jahren 1750 und 1770 mit Schubkarren gefördert und dann mit Lastpferden oder Fuhrwerken über die Berge zur Wupper und zur Ennepe gebracht, von wo aus die Steinkohle in das Bergische Land und in Rhein- Metropolen wie Köln und Bonn gebracht wurden. Stollen Braunschweig - SüdflügelAb dem Jahre 1770 wurde fast die gesamte Förderung auf die andere Seite der Ruhr transportiert und dort verkauft. Ab dem Jahr 1785 wurde die Steinkohle aus dem Braunschweiger Stollen auf Schiffe verladen. Da die Kohlen nicht sehr fest und stückreich waren, wurde der Betrieb im Mai 1789 wegen Absatzmangel eingestellt. Einige Jahre ruhte der Zechenbetrieb, bevor er ab 1823 von der Grube Louisenglück übernommen wurde. Die letzten Flözreste im Braunschweiger Nordflügel wurden über den gleichnamigen Stollen zwischen 1844 und 1849 abgebaut. Unterhalb der Förderstollensohle gab es ausserdem noch eine Tiefbausohle, welche ab dem Jahre 1854 von der Zeche Nachtigall angefahren wurde. Das südliche Stollenmundloch der Zeche Braunschweig ist das einzige Relikt, das heute noch an die alte Zeche im Muttental erinnert. Aus dem Stollenmundloch fließt nach Regenfällen und feuchtem Wetter immer wieder Wasser aus der Erde. (Siehe Fotos)

Stollen Braunschweig