Stollen Stettin

Stollen StettinIm oberen Muttental bei Witten befanden sich unterhalb der Flöze Anclam und Ankunft zwei weitere Steinkohlenlagerstätten mit dem Namen Mausegatt und Mausegatt Unterbank. Die drei Männer Johann Dürholt, Johann Kickut und Peter Hilby wollten diese gerne abbauen und legten deshalb auf beide Flöze im Jahre 1770 Mutung ein.
Die drei Gewerke wurden am 08.05.1772 unter den neuen Flöznamen Stettin und Neuglück belehnt. Die Gewerkschaft legte im Jahre 1811 ein tonnlägigen Schacht (den Wilhelmschacht) an, der kurze Zeit später den
Johannes Erbstollen erreichte. Die 1,40 Meter starke Kohlenbank wurde zunächst mit einem Haspel zu Tage gefördert. Danach legte die Gewerkschaft 1830 auf dem 57 Lachter tiefen Wilhelmschacht ein Pferdegöpel an. Der Pferdebetreiber bekam während des Jahres 1833 für die Förderung von 100 Scheffel Steinkohle 19 Silbergroschen. Die Kohle wurde von Fuhrleuten zum Verkauf nach Süden ins Bergische Land gebracht. Als die Kohlenvorräte unter dem Wilhelmschacht im Jahre 1843 erschöpft waren, teufte man 300 Meter östlich einen neuen tonnlägigen Schacht ab. Dieser neue Schacht hatte den Namen Gerhardschacht und war ebenfalls bis auf die Johannesstollensohle abgeteuft. Aus dieser Zeit stammt auch das hier gezeigte Mundloch des Stettiner Förderstollens. Der Pferdegöpel wurde ebenfalls verlegt und auf dem neuen Schacht wieder aufgebaut. In dem Jahre 1845 warenStollen Stettin auf der Zeche Neuglück und Stettin 16 Bergleute beschäftigt.

Sechs Jahre später (1851) waren die Kohlen in dem verliehenen Grubenfeld der Zeche Stettin abgebaut, so dass der Betrieb endete. Der Göpel wurde abgerissen und verkauft. Heut erinnert nur noch das Stollenmundloch an die alte Zeche Stettin....

Stollen Stettin