Verladeanlage Zeche Jupiter

Verladeanlage Zeche JupiterDie beiden Brüder Henrich Johann und Henrich Oberste Frielinghaus muteten im Jahre 1783 eine Steinkohlebank, die sich vom Muttenbach aus in Richtung Osten unter dem Dickenberg im Muttental erstreckte. Das um ein weiteres Flöz erweiterte Grubenfeld wurde im Jahre 1789 unter dem Namen Jupiter verliehen. Ein Förderstollen wurde in das Gebirge getrieben, durch welchen die beiden Flöze Jupiter 1 und 2 abgehauen wurden. Doch auch dieser Betrieb ruhte längere Zeit, da auch hier der Transportweg zur Ruhr zu umständlich war. Aber nachdem der Fortunastollen im Jahre 1830 seinen Betrieb wieder aufnahm, verband man die beiden Zechen durch einen Querschlag. Die Zeche Jupiter 1 teufte 1847 den Schacht Juno ab. In der ersten Zeit wurde in dem 20 Meter tiefen Schacht mit einem Handhaspel die Kohle gefördert. Der Junoschacht wurde 1856 um weitere 21 Meter bis auf die St. Johannes Erbstollensohle abgeteuft. Verladeanlage Zeche JupiterAußerdem wurde ein Pferdegöpel auf dem Schacht erbaut. Der Göpelschacht war viele Jahre in Betrieb und in dieser Gegend der Letzte seiner Art, bis es im Jahre 1887 zur vorläufigen Betriebseinstellung kam. Viele Jahre später hatte die Kleinzeche Jupiter einen Nachlesebergbau an verschiedenen Orten im Muttental betrieben. Ihre erste Förderstelle vom Mai 1934 lag östlich des Muttenbaches. Der Unternehmer Georg Horst ließ dort Kohlenreste abbauen, welche er in die nähere Umgebung förderte und verkaufte. Die Relikte aus dem Nachlesebergbau sind noch vorhanden und können jederzeit besucht werden. Die hier gezeigten Überreste der Verladeanlage bestehen aus einer Seilwinde, einem Kreiselkipper sowie dem Stollenmundloch der alten Zeche Jupiter.

Verladeanlage