Ofenkaul - Aerostahl - Sohle 1

Eingang Nr. 38 - Fledermausschlitze innen
kilometerlange Gänge
Abbauende
Basalt
wk 2 -reste
Fundstücke-Metallplatten
Batterien, Schuhsohle...
grosse Halle mit eingestürtzter Decke
Halterung
Gaslampe hinter Ministollen
Inschrift
Madonna
Russmariechen
Weingott
Relief Ofenkaul
Stumpen
Einsturtzgefahr!!!
Klimaschacht
Abwärts
Sockel
Sprengloch
Stahlbeton mit Öffnung
Sprengloch
Kabelsalat
Umgestürtzter Pfeiler

Der zubetonierte Aerostahlstollen von hinten gesehen.

Einer der Gänge in der ersten Sohle. Hier, unter Anderem, suchte zum Kriegsende die Königswinterer Bevölkerung Schutz vor dem heftigen Angriff vom 22.04.1944.

Königswinter wurde am 16. März 1945 von amerikanischen Truppen besetzt.

Die Deckenhöhe in diesem Teil der Ofenkaulen beträgt bis zu 5 Metern.

Nach circa 150 Metern stößt man am Ende der unterirdischen Tuffsteinbrüche in der ersten Sohle auf diese eingezogene Wand.

Durch diese Basaltschicht (die zweite von insgesamt zwei Schichten), die an der Decke noch zu erkennen ist, mussten sich die Arbeiter damals zum Trachyt-Tuff der Ofenkaulen vorarbeiten. Die erste Basaltschicht kommt nach 50 Metern Stollenlänge, die zweite, hier gezeigte, nach etwa 90 Metern.

Die nächsten drei Bilder zeigen von verschiedenen Leuten zusammengetragene Fundstücke, die noch aus der Zeit der U-Verlagerung und Rüstungsproduktion stammen.

Diverse alte Metallteile, Schuhe, Kleidungsstücke und Maschinenteile, aber auch Neuzeitmüll, zum Beispiel Batterien, können auch heute noch zahlreich gefunden werden.

Weitere Fundstücke....

Vor der großen Halle (Breite 50m, Länge 16m, Höhe 20 Meter) lösten sich in den 90er Jahren große Teile der Decke und stürzten hinab. Der Schuttberg ist bis zu 3 Meter stark. Der helle Punkt in der Mitte des Bildes ist unsere Gaslampe...
Die Umrisse eines Menschen sind noch schwach zu erkennen.

Reste einer Halterung an der Stollenwand

Ein kleiner Durchbruch für Seile der Seilwinde auf Sohle 2.

Inschrift eines Zwangsarbeiters:

      “CALLETTI
      1.1.45”

In der ersten Sohle, dem so genannten Aerostahl-Stollen sind mehrere Reliefs zu finden.

Ob die Zwangsarbeiter sie angebracht haben ist allerdings fraglich. Nach zehn bis zwölf Stunden schwerster Arbeit in den Ofenkaulen, werden sie wahrscheinlich kaum noch die Kraft gehabt haben diese Reliefs zu fertigen. Abgesehen davon waren die Zwangsarbeiter außerhalb der Stollen auf dem Bergrücken untergebracht.

Das Bild rechts zeigt Fortuna die Göttin des Glücks. Sie hält in den Händen ein Füllhorn.

Ein Marienbild. Das Gesicht ist rußgeschwärzt.

Sie befindet sich rechts neben der Fortuna.

Der Gott des Weines - Bacchus. Seine Haare bestehen aus Weinreben. Er ist dreidimensional an der Ecke zweier aneinanderstossender Wände angebracht.

Auch er befindet sich neben den beiden Reliefs.

Bei diesem Relief ist nicht mehr zu erkennen, was es darstellen soll, da es einerseits mit Wachs übergossen wurde, und andererseits irgendwelche lustigen Spaßvögel meinten es wäre zu grau, und übergossen das Kunstwerk mit roter und blauer Farbe.

Dies ist ein Beispiel wie sehr die Ofenkaulen durch Zerstörung bedroht sind.

Das letzte Relief zeigt Mutter mit Kind. Es befindet sich circa 70 Meter von den anderen Figuren entfernt tiefer im Berg.

Die andere Seite der runtergestürzten Decke.
Am Boden sind noch die Schienen der Loren zu sehen.

Einer der im Krieg ausgebauten Schächte nach oben zur Klimatisierung der U-Verlagerung.

Am Fuß des Schachtes befindet sich ein dreibeiniges Gestell, dies war wohl die Halterung für die Luftansauganlage der U-Verlagerung.

Der Schacht hat eine Breite von circa 2X2m und ist ungefähr 20 Meter hoch.

Oben verschließt ein Betondeckel den Schacht.

Ein weiterer Schacht. Dieser führt in die Tiefe.
In den Ofenkaulen herrscht Lebensgefahr!!!

Alliierte Versuche die Stollen des Schlammpeitzger zu sprengen schlugen fehl. Es entstanden nur ein paar Löcher im Boden. An die Kante dieser Sprenglöcher sollte man sich allerdings nicht zu nahe daranwagen. Gut wenn man ein Zoom-Objektiv hat!

Dieses Sprengloch dürfte dem aufmerksamen Betrachter noch von der Vortour “Ofenkaulen 2002” bekannt sein.

Nur die Qualität des Bildes hat sich sichtbar verbessert.

Das größte und gefährlichste Sprengloch.
Vom täglich kontrollierenden Landschaftswart des Rhein-Sieg-Kreises mit Flatterband gesichert.

Akute Einsturzgefahr!

Der zur Stabilisierung angebrachte massive Betonstützpfeiler hielt der Sprengung nicht stand. Die Decke in diesem Teil der Ofenkaulen hat also seit 60 Jahren keinen Pfeiler mehr!

Die Maße das Pfeilers betragen:
L= 4,77 Meter
Kantenlänge=2,5 Meter
Durchmesser am runden Ende=1,2 Meter

Akute Einsturzgefahr!

Reste der Strom- und Fernsprechleitungen.

Seit dem 14. Jahrhundert bis in die späten 50er Jahre wurde in den Ofenkaulen Tuffstein für die so genannten “Königswinterer Öfen” abgebaut.

Nach 600 Jahren Ofenkaul wurden einige Stollen bereits 1969, andere Teile erst in den 80er-Jahren zugemauert.

ACHTUNG: Die gezeigte Exkursion ist nicht zur Nachahmung zu empfehlen! Es besteht akute Absturz- und Lebensgefahr!

Sohle 1