Stollen der Firma Aerostahl -
U-Verlagerung “Schlammpeitzger”

Über die U-Verlagerung “Schlammpeitzger” haben wir ja bereits ausführlich berichtet. Was bisher fehlte wird nun nachgeliefert: Eindrucksvolle Fotos der Anlage.

Montagehallen in den Ofenkaulen
Abbaubereich
Reliefs
Bacchus
Hallen
Durchbruch
Förderkorb
Tufftreppe
5x4x50
Kalter Heinrich
Kilometerlange Stollen und Strebe
Alte Schienen
Absturzgefahr in den Hallen der U-Verlagerung
gesprengter Stützpfeiler
gesprengter Stützpfeiler
Kleines Männchen, große halle
Leiterromantik 2004
Kappständer - ein alter Kran
Inschrift aus der Bergbauepoche
Treppe in die dritte Sohle
Selbstbild am betonierten Aerostahlstollen

In den ehemaligen Montagehallen der Firma Aerostahl

Abbaubereich in einem Blindstollen - Die Deckenhöhe beträgt hier durchschnittlich 8,50 Meter.

Pause an den von den Zwangsarbeitern gefertigten Relikten im Tuffstein - von links: Fortuna, Maria (Madonna), Bacchus.

Bacchus der Gott des Weines, auch Dionysos Zagreus genannt, war auch Gott der Fruchtbarkeit. warum gerade dieser hier verewigt wurde ist bis heute unklar.

In denen durch den Abbau entstandenen Hallen ließen die Bergmänner tragende Säulen stehen. Für die damalige Zeit eine enorme bergbautechnische Leistung.

Die zwischen zwei Stollen stehengelassene 1,5 Meter mächtige Wand ist eingestürzt. kleinwagengroße Tuffblöcke vielen dabei aus Wand und Decke.

In der zweiten Sohle befindet sich nach wie vor dieser alte Förderkorb.

Der Aufstieg von der zweiten zur ersten Sohle über eine aus dem Tuff geschlagene Treppe.

Der Weg führt immer weiter in das labyrinthähniche Gangsystem, dass sich über insgesamt drei Sohlen erstreckt.

Der Eingang 31, der “Kalte Heinrich” von innen gesehen.

Verbindungsstollen der Eingänge 31 und 33.

Zu den Zugängen des Bergwerkes fuhren Loren auf diesen Schienen durch die Förderstollen - verrostete Reste.

Im Bereich der
Untertage-Verlagerung mit dem Decknamen
“Schlammpeitzger”.  Sprenglöcher im Stollenboden zeugen von den Versuchen der britischen Pioniere das System zum Einsturz zu bringen.

Die U-Verlagerung war ein Betrieb zur unterirdischen Rüstungsproduktion. Die Hallen wurden zusätzlich mit Betonpfeilern abgestützt. Im Bild liegt ein gesprengter Pfeiler.

Der Pfeiler von der anderen Seite aus gesehen.

Die größte Halle der Ofenkaulen. Auch hier liegen Felsbrocken (diesmal in Lkw-Größe) auf dem Boden verteilt. Deckenhöhe hier: 25 Meter.

Eine alte Eisenfahrt, früher die Verbindung von der ersten zur zweiten Sohle, rostet vor sich hin.

Erst der Größenvergleich zeigt, wie groß der alte Kappständer in der zweiten Sohle wirklich ist.

Im geglätteten Tuffstein an den Stollenwänden wurde die genaue Anzahl der geförderten Tuffblöcke aus je einem Streb genau vermerkt. An vielen Stellen findet man solche oder ähnliche Strichlisten.

Die Treppe zur dritten Sohle. Der See ist mittlerweile versickert. deswegen gibt es davon keine Fotos dieses Jahr, wer will denn auch schon einen See ohne Wasser sehen?

Der vermauerte, ehemalige Eingang zum Stollen der Firma Aerostahl. Wie auch an den anderen Zugängen sind hier nur kleine Fledermausschlitze offengelassen worden. Wir machen uns nun zurück auf den Weg zum Eingang in das unterirdische System.

ACHTUNG: Die gezeigte Exkursion ist nicht zur Nachahmung zu empfehlen! Es besteht akute Absturz- und Lebensgefahr! Ohne passende Kondition und Ausrüstung, verbunden mit einer guten Orientierung, verirrt man sich schnell.

Aerostahl