Doppelgruppenunterstand mit angehängtem Kampfraum

Der Buhlert - Taktische Nummer 128-29 - Regelbau 11 - Westwall - EifelBei dem hier vorgestellten Bunker aus dem Waldstück “Der Buhlert” in der Eifel handelt es sich um einen Regelbau 11 des Limesprogramm.

Dieser Bunker ist ist der gleiche Regelbau, wie der Bunker 139/40 im gleichen Waldstück.

Im Gegensatz zu dem anderen im Buhlert erhaltenen Regelbau 11, ist dieser Bunker 1. gesprengt und 2. in Steilhanglage errichtet worden.
Der gesamte Innenraum ist aus dem Bunker herausgesprengt worden,so dass von der inneren Raumaufteilung kaum noch etwas zu erkennen ist.

Der Buhlert - Taktische Nummer 128-29 - Regelbau 11 - Westwall - EifelAuf dem oberen Bild sieht man die frontal wirkende MG-Scharte für ein MG34 und die durch die Sprengung entstandenen Schäden an den Außenwänden.

 

 

Auf dem Bild ist der Innenhof der Anlage zu sehen. Rechts im Bild der angehängte und nur von aussen zu erreichende Kampfraum, der lediglich durch ein Sprechrohr Verbindung zum Mannschaftsteil hatte; links im Bild die betonierte Stützmauer zur Steilwandsicherung. Diese Mauer hat an ihrer höchsten Stelle eine Höhe von gut acht Metern.

Der Buhlert - Taktische Nummer 128-29 - Regelbau 11 - Westwall - EifelAuf diesem Bild sieht man noch einmal den angehängten Kampfraum. Unter dem, auf dem Dach wachsenden Baum, kann man die flankierende Gewehrscharte erahnen.

Die Sprengung der Anlage hat hier die Decke des Kampfraumes angehoben und um einige Zentimeter versetzt.

Die Außenwände wurden durch die Wucht der Detonation nach außen gedrückt, die inneren Wände sind total zerstört worden.

 

 

 

Der Buhlert - Taktische Nummer 128-29 - Regelbau 11 - Westwall - EifelHier noch einmal die flankierende Gewehrscharte, beziehungsweise deren Zerstörung im Detail.

 

 

 

 

 

 

 

Der Buhlert - Taktische Nummer 128-29 - Regelbau 11 - Westwall - EifelDer Blick von oben offenbahrt die Zerstörung des Innenhofes.

Die dem Innenhof zugewandten und immerhin
1,5 Meter dicken Wände sind durch die Detonation bis zu zwei Meter aus dem Betongussverbund herausgeschleudert worden.

Die Bunkerdecke hat Risse erhalten und die stützende Steilwandmauer steht nicht mehr im Lot.

 

 

 

 

Der Buhlert - Taktische Nummer 128-29 - Regelbau 11 - Westwall - EifelDas einzige Teil, dass von den inneren Wänden nach der Sprengung überhaupt noch zu erkennen ist, ist die flankierende Gewehrscharte der Eingangsverteidigung.

Großflächig ist der Beton der Decke abgesprengt, so dass hier die Bewehrung heraussteht.

 

 

 

 

 

Der Buhlert - Taktische Nummer 128-29 - Regelbau 11 - Westwall - EifelHier der Blick durch die beiden (ursprünglich durch eine Mauer getrennten) Mannschaftsraüme in Richtung Hofverteidigung.

Ohne weitere Erklärungen...

 


 

 

 

 

 

Der Buhlert - Taktische Nummer 128-29 - Regelbau 11 - Westwall - EifelNoch ein letzter Blick in den Innehof der Anlage.

Im Bildvordergrund kann man die herausgesprengte Wand auf dem Waldboden liegen sehen.

 

 

 

 


 

 

Der Buhlert - Taktische Nummer 128-29 - Regelbau 11 - Westwall - EifelOberhalb der Steilwandmauer findet man noch den Einstieg zum Notausstieg. Dieser ist jedoch verschüttet und aus dem Inneren der Anlage auch nicht mehr zu erreichen.

 

 

 

 

Bericht aus November 2006

 

 

Weitere Informationen von unserem Leser und Forumsmitglied Bernhard Küpper:
“Die herausgesprengte Wand im Eingangshof findet man bei vielen Westwallruinen. Die Zerstörungen an der Decke sind auch bedingt durch eine Verschrottungsaktion nach dem Kriege, wobei die Deckenträger aus der Bunkerdecke losgesprengt und ausgebrochen wurden. Der Beton zwischen den Trägerlagen fiel dabei als zusätzlicher Schutt an und es verblieben die Armierungseisen der Zwischenräume, die nun freigelegt in den Bunker hineinragen. Ein Beispiel für eine ähnlich gesprengte Anlage, bei der aber keine Verschrottung stattgefunden hat, ist der vom 7° Team beschriebene
Regelbau 10 bei Simonskall.

Der Bunker 128/29 liegt als Kulturdenkmal in einer felsigen Hanglage, die als geschützter Landschaftsbestandteil, abgekürzt G.L.B. ausgewiesen ist.
Geschützte Landschaftsbestandteile sind rechtsverbindlich festgesetzte Teile von Natur und Landschaft, für die ein besonderer Schutz zur Sicherung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, zur Belebung, Gliederung oder Pflege des Orts- und Landschaftsbildes erforderlich ist.
(§ 18 BNatSchG)- Regelt Eingriffe in Natur und Landschaft.

Quellen:
Hansen, Hans-Josef, Auf den Spuren des Westwalls, Helios Verlag 1997 , hier Seite 68-69 Zeitungsartikel vom
14.06.1956 und 03.10.1957. Altmetallgewinnung aus Befestigungsanlagen.
Eigene Untersuchungen an Westwallanlagen, nicht veröffentlichte Fotodokumente 2006;
http://de.wikipedia.org/wiki/Gesch%C3%BCtzter_Landschaftsbestandteil ;
Deutsche Grundkarte 1:5000 Blattnummer 530321 Silberscheidt”

 

Quellen für unseren Bericht:
[“Der Westwall - Vom Denkmalwert des Unerfreulichen” - Manfred Groß u.A.
Köln 1998, ISBN: 3-7927-1668-2]
[“
Der Westwall von Kleve bis Basel” Auf den Spuren deutscher Geschichte, Ein Tourenplaner; Dieter Robert Bettinger, Hans-Josef Hansen, Daniel Lois; Verlag Podzun - Pallas; ISBN: 3-7909-0754-5; 2002]

[Eigene Exkursionen aus den Jahren 2003-2006, sowie eigene Recherchen.]

Weitere Internetseiten zum Thema “Der Westwall im Buhlert”:
[
Der Buhlert bei Efelyeti.de.ki]
 

Nachrichten in unserem Forum zum Thema Buhlert:
[
http://www.forum.7grad.org/viewtopic.php?t=272 - Zum Regelbau 23]
[
http://www.forum.7grad.org/viewtopic.php?t=281 - Übersichtskarten]
[
http://forum.7grad.org/viewtopic.php?t=758 - Thread zum Bunker 128/29]

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Bunker 128/29