Die Buhlert-Bunkergruppe
westlich von Schmidt (Aachen)

Die Bunkergruppe im Buhlert ist noch komplett erhalten und zugänglich.
So lautete der Einführungssatz zu den Westwallbunkern im Buhlert/Eifel bislang auf dieser Seite und auch in der entsprechenden Literatur zum Thema. Nach weiteren Exkursionen müssen wir aber feststellen:
Nur wenige der Bunker im Buhlert sind noch unzerstört vorhanden!
Die anderen Bunker wurden nach dem Krieg zerstört und meistens übererdet. Wenige Betontrümmer schauen aus dem Boden dieses Waldgebietes in der Eifel. Nach und nach werden wir Euch hier auch die Reste dieser anderen Bunker im Buhlert zeigen, sofern es überhaupt noch etwas zu zeigen gibt.
Änderungen der topografischen Gegebenheiten in den über 60 Jahren seit Kriegsende machen es uns ebenfalls schwer, exakt sagen zu können, welche Bunkerruine welcher Kampfpunkt war.
Dies ist bei den unzerstörten Bunkern im Buhlert dagegen einfach. Bei diesen unzerstörten Bunkern der Buhlert-Gruppe handelt es sich um Bunker der
Regelbautypen 10, 11 und 23 - alle in Ausbaustärke B des Limesprogramms errichtet. Der Regelbau 10 ist der in NRW am häufigsten vorkommende Regelbautyp mit 491 Bauwerken. Am gesamten Westwall stehen 3491 Anlagen dieser Bauart. Eine genaue Erläuterung zum Regelbau 10 gibt es hier (klick), eine ebensolche Erläuterung zum Regelbau 23 findet man hier (klick).
Die Buhlertgruppe gehörte zu der so genannten “Limesstellung” (Brüggen/Ormont), die eine besondere Verteidigungsstellung am Westwall einnehmen sollte. Vom Regelbau 23 gab es 428 Anlagen, in NRW alleine standen 205. Die Buhlertgruppe erstreckt sich über mehrere hundert Meter im gleichnamigen Waldgebiet in der Nähe des Gehöfts Silberscheidt/Simmerath.

Anfang Februar 1945 wurde die Buhlertgruppe von den Resten des nach Westen zurückweichenden 2. Bataillons des Grenadier-Regiments 982 der 272. Volks-Grenadier-Division besetzt. Diese sehr geschwächten Einheiten wurden bereits am 5. Februar von den nachrückenden Kräften der 78. US-Infanterie-Division regelrecht überrannt. Gerade in dem Bunker mit der taktischen Nummer 132 findet man deutliche Zeichen für die schweren Kämpfe um dieses Waldstück. Ähnlich Spuren sind auch im Bunker 135 zu finden.

Ursprünglich war die Buhlertgruppe stark befestigt. In dem Hauptbereich des Buhlerts (südlich vom Bühlersbach, nördlich der heutigen L246, bis hin zum Waldrand in der Linie Schmidt bis Kommerscheidt) sind in den Karten etwa 16 Anlagen verzeichnet. Hier handelt es sich um Kampfbunker, um die Wasserversorgung der Kampfgruppe, aber auch um kleinere Infanterie-Beobachtungsstände. Nach und nach werden wir hier die Relikte dieser Anlagen vorstellen.

Der Buhlert - Relikte des Westwalls in der Eifel

Die Relikte des Westwalls fordern zu einem kritischen Rückblick auf:
Damals stand die Festungslinie für Entfremdung und Feindschaft zwischen den Völkern, heute bilden seine Ruinen für uns alle ein Vermächtnis und eine Aufforderung zum Aufbau eines geeinten Europas.

 

Quellen:
[“Der Westwall - Vom Denkmalwert des Unerfreulichen” - Manfred Groß u.A.
Köln 1998, ISBN: 3-7927-1668-2]
[“
Der Westwall von Kleve bis Basel” Auf den Spuren deutscher Geschichte, Ein Tourenplaner; Dieter Robert Bettinger, Hans-Josef Hansen, Daniel Lois; Verlag Podzun - Pallas; ISBN: 3-7909-0754-5; 2002]

[Eigene Exkursionen aus den Jahren 2003-2005 sowie eigene Recherchen.]

Weitere Internetseiten zum Thema “Der Westwall im Buhlert”:
[
Der Buhlert bei Efelyeti.de.ki]
[
Der Buhlert bei Deep-Darkness.de]
[
Der Buhlert bei Goerke-Mueller.de]
 

Nachrichten in unserem Forum zum Thema Buhlert:
[
http://www.forum.7grad.org/viewtopic.php?t=272 - Zum Regelbau 23]
[
http://www.forum.7grad.org/viewtopic.php?t=281 - Übersichtskarten]

Amazon-Tipps zum Thema Westwall:

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Der Buhlert