Gruppenunterstand - Regelbau 10a auf dem Burgberg

Regelbau 10a - Bunker im WestwallAuf der Kuppe des Burgbergs nahe der Ortschaft Hürtgenwald-Bergstein liegt unterhalb der Aussichtsplattform dieser Regelbau 10a - ein Gruppenunterstand ohne angehängten Kampfraum aus dem Limesprogramm von 1938.

Der Unterstand gehört zum achten Regimentsbauabschnitt und liegt in der zweiten Linie der Westwallstellung, ungefähr acht Kilometer hinter der Hauptlinie von Simonskall und Raffelsbrand.

 

 

 

 

Regelbau 10a - Bunker im WestwallDie Baustärke der Anlage beträgt B-Alt, also 1,5 Meter Wand- und Deckenstärke. Die Außenwand weist zwischen den beiden Eingängen starke Beschädigungen auf, die durch eine Sprengung in der Gasschleuse im Inneren stammen.

 

 

 

 

 

 

 

Regelbau 10a - Bunker im WestwallDer Gruppenunterstand gehörte zur Limes-Stellung (Brüggen/Ormont) und besaß keinerlei Bewaffnung. Es wurden 297m³ Beton für diesen Bunker verbaut.
Dieser Westwallbunker wurde in den Jahren 1938/39 gebaut und hat eine Größe von 10,8 Meter mal 7,6 Meter.
Wahrscheinlich gehörte dieser Gruppenunterstand zu dem am Fuße des Burgbergs liegenden
Gefechtsstand Regelbau 31.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regelbau 10a - Bunker im WestwallDie Anlage ist nicht begehbar und mittlerweile Heimat für Fledermäuse geworden.

 

 

 

 

Regelbau 10a - Bunker im Westwall

 

Regelbau 10a - Bunker im WestwallIm Bild links sieht man den Zugang zur rechten Entgiftugsnische, die Gewehrscharte der Eingangsverteidigung und ein Panzergitter der Lüftungsanlage..

 

 

 

 

 

 

 

Regelbau 10a - Bunker im WestwallDer Bunker bestand aus insgesamt fünf Räumen: zwei Entgiftungsnischen, zwei Bereitschaftsräumen mit je sieben Betten und bot einer Besatzung von 14 Mann Platz. Im Bild links sieht man die Gasschleuse, die von den Eingängen in die Bereitschaftsräume führt. Das Bild wurde aus der rechten Entgiftungsnische aufgenommen, zeigt Mittig die Gasschleuse und den Zugang zu den Bereitschaftsräumen (rechts) und hinten die zweite Entgiftungsnische.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regelbau 10a - Bunker im WestwallDer Bunker weißt, wie oben bereits erwähnt, Kampfspuren auf. Im Sturz über der rechten Eingangstür befindet sich dieses Einschussloch, das entweder von einem Projektil oder von einem Granatensplitter herrührt.

Ende November/ Anfang Dezember 1944 waren hier zeitweise Teile der Stäbe des Grenadier-Regiments 1055 der 89. Infanterie-Division und das 2. Bataillon des Grenadier-Regiments 980 der 272. Volks-Grenadier-Division in den beiden Bunkern am Burgberg stationiert.
Am 5. Dezember wurde der Ort Bergstein (und damit auch die beiden Bunker) von den Alliierten besetzt. Versuche, die Anlagen zurückzugewinnen schlugen mit eigenen hohen Verlusten fehl. Der Burgberg blieb in amerikanischer Hand und bildete so den südlichen Eckpunkt der von hier nach Westen abknickenden Rurfront.

April 2004

Anfahrt: Die L11 nach Bergstein fahren, in Bergstein vor der Sparkasse rechts in die Burgstraße biegen und auf dem Parkplatz hinter der Kirche parken. Von hier aus den Burgberg ersteigen. Der Bunker befindet sich direkt unterhalb vom Aussichtsturm.

Quelle (außer Fotos):
[“Der Westwall von Kleve bis Basel”
Auf den Spuren deutscher Geschichte, Ein Tourenplaner;
Verlag Podzun - Pallas; ISBN: 3-7909-0754-5; 2002]

[“Der Westwall - Vom Denkmalwert des Unerfreulichen” - Manfred Groß u.A.
Köln 1998, ISBN: 3-7927-1668-2]

 

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Burgberg