B-Werk Katzenkopf - Hohlgänge

Stollegänge - Panzerwerk KatzenkopfDer Hohlgang zur Brunnenkammer unterhalb der anderen Etagen im B-Werk Katzenkopf befindet sich 25 Meter unter Bodenniveau, und ist 40 Meter lang. Der Vortrieb wurde abgebrochen. Später sollte hier eine Festungskleinbahn zwischen dem B-Werk Katzenkopf und dem B-Werk Nimsberg installiert werden.

 

 

 

 

 

 

Austellung im Stollen - Panzerwerk KatzenkopfDieser Hohlgang wird heute als Austellungsstollen für das Westwallmuseum B-Werk Katzenkopf genutzt. Diverse Bombentypen werden hier gezeigt. An den Wänden hängen Infotafeln und Karten, die einen guten Überblick über den Westwall im Raum Bitburg/Prüm bieten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geplanter Zugang zum Irreler Tunnel - Panzerwerk KatzenkopfDies ist die Stelle, an der der Gang erst wenige Meter abzweigen und dann auf einen Aufzugsschacht treffen sollte, der das B-Werk mit dem Irreler Tunnel verbinden sollte. So wäre eine versteckte und bombensichere Belieferung des B-Werkes mit der Bahn möglich gewesen.
Der Irreler Tunnel führt 50 Meter tiefer als das B-Werk durch den Katzenkopf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brunnenkammer - Brunnenstube - Panzerwerk KatzenkopfDie Brunnenkammer, auch Brunnenstube genannt, befindet sich am nördlichen Ende des Stollens. Hier ist der Brunnen in den Fels gebohrt. Bei einer Schöpftiefe von 120 Metern waren starke Pumpen erforderlich um die benötigten Wassermengen in das B-Werk zu pumpen. Die Brunnenkammer mit der elektrischen Förderpumpe ist zugleich der sicherste Raum im B-Werk. Das Deckgebirge ist hier 30 Meter mächtig.

 

 

 

 

 

Förderpumpe - Panzerwerk Katzenkopf

Blick in die Brunnenstube

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein schöner Stollen - Fast wie in StollenhausenEin zweiter Hohlgang verläuft in der Stollenetage in Richtung Südwest und verbindet das B-Werk mit dem 75 Meter abgesetzten Sechs-Scharten-Panzerturm. Dieser Stollen unter dem B-Werk weist ein kleineres Stollenprofil auf, als der Hohlgang zum Brunnen.

In der Mitte erkennt man die Wasserrinne, der Boden ist konkav gegossen um das Wasser in diese Rinne zu leiten.
Links im Bild die Aufhängungen für das Festungskabelschaltnetz und die Stromversorgung.

 

 

 

Eingangsverteidigung - Panzerwerk KatzenkopfAm Ende des Stollens befindet sich die Verteidigungsanlage des Panzerturmes.
Panzertür und Gewehrscharte entsprechen Regeleinbauten des Westwalls. Der splittersicher angelegte Verteidigungsbereich wäre im Notfall die letze Rückzugsmöglichkeit für die Besatzung im B-Werk gewesen.

 

 

 

 

 

 

 

Licht lieber anlassen!  - Panzerwerk KatzenkopfIm Raum 46 - Treppenraum mit Eingangsverteidigung.
Ein Blick auf die Scharte von innen. Die typische Beschriftung wurde nach den Grundsätzen für den Bau von Bunkern im Westwall angebracht.

 

 

 

 

 

 

 

Tunnelblick - Panzerwerk KatzenkopfEin Blick durch die Gewehrscharte - die Verteidiger hätten den gesamten Stollen eingesehen und freies Schussfeld gehabt. Durch die leicht nachts rechts verlagerte Scharte wäre es dem Angreifer schwer gefallen die Schützen hinter der Scharte zu treffen.

 

 

 

 

 

 

 

Kurbel klemmt!  - Panzerwerk KatzenkopfDer Kampfraum unterhalb des Sechs-Scharten-Turmes war mit einer eigenen Belüftugsanlage ausgestattet. Die Belüftung wurde durch einen Heereseinheitslüfter im Handbetrieb gewährleistet.

Rechts erkennt man die Treppe, die hinauf zum Sechs-Scharten-Panzerturm unter die Kuppel führt.

 

 

 

 

 

Notausgang im B-WerkAbgesehen von den vier Notausgängen im B-Werk an sich, befand sich auch im Raum unter dem Sechs-Scharten-Panzerturm ein Notausgang, der ebenfalls in allen Regelbauten im Westwall zu finden ist, die über einen Notausgang verfügen.
Die Funktion war denkbar einfach:
Die Ausstiege waren mit Kies gefüllt und im Bereich der Außenwand waren zwei Lagen 10er T-Träger aus Stahl verkeilt, die man nur nach innen entfernen konnte. Dahinter befand sich eine Ziegelsteinwand, wurde diese entfernt stürzte der Sand in das Bunkerinnere und der Ausstieg war frei. Über Steigeisen konnte man nun an die Erdoberfläche gelangen.

 

 

Wo ist die Leiter?Der Aufgang zum Kampfraum im Panzerturm (Raum 48) - heute nicht mehr zu betreten. Das Bild entstand im Bereitschaftsraum unter dem Panzerturm (Raum 47). Rechts kann man die Zarge des oben beschriebenen Notausganges sehen. Der Sechs-Scharten-Panzerturm Typ 20 P 7 kostete 82.000 RM. Die Rundumfeuerwirkung der aus homogenen edellegiertem Chrommolybdänstahl hergestellten Kuppel wurde durch eine Besatzung von vier MG-Schützen und einem Turmkommandanten sichergestellt. Dieser Turm mit einem Kugelkalottverschluss bot weiterhin die Möglichkeit statt der Lafetten bei Bedarf einen Schartenscheinwerfer einzusetzen. Der Kommandant leitete das Feuer durch die zentrale Deckenoptik, einem Panzerbeobachtungsrundblickfernrohr.

 

August 2004

 

.

 

Hohlgaenge