Panzerwerk Katzenkopf - Irrel

Panzerwerk Katzenkopf - Inschrift
1. Prolog:

August 2004 - Wir (Georg und Olly) hatten unser Sommerlager einmal mehr in Rheinbreitbach aufgeschlagen. Nach zwei Tagen Ofenkaulen und einem Wandertag im Siebengebirge beschlossen wir die Rheinseite zu wechseln und unsere Aktivitäten zu verlagern - Vom Siebengebirge ging es nun in die Eifel.
Gesagt - Getan:
Schon früh am Morgen packten wir unsere 7(Grad)-Sachen ein und fuhren durch die reizvolle Eifel. Vorbei ging es an unzähligen Weinhängen und Rebstöcken in die Südeifel. Das Westwallmuseum “B-Werk Katzenkopf” in Irrel bei Bitburg war unser Ziel.
Nach einer Frühstückspause auf 600 Metern Höhe und einem Tankstop erreichten wir viel zu früh den Luftkurort Irrel im deutschluxemburgischen Nationalpark.
Wir hatten unseren Termin erst um 18 Uhr und waren schon um 14 Uhr da - aber egal! ;-)
Wir kauften beim Fremdenverkehrsbüro in Irrel eine Wanderkarte, liefen danach über die Berge und genossen die Eifel im Sonnenschein. Später fuhren wir zum Parkplatz vom Westwallmuseum Katzenkopf und erkundeten von hier aus die Gegend rund um das B-Werk. Wir wurden auch schnell fündig:
Wir fanden die Reste von einem
Westwallbunker (Bahnsicherungsanlage) und den alten Irreler Reichsbahntunnel, der fast genau unter dem B-Werk durch den Katzenkopf verläuft. Der Tunnel war offen und wurde natürlich sofort von uns begangen. Ein Zug fuhr hier schon lange nicht mehr durch...
Nun wurde es aber Zeit - Wir gingen zurück zum Westwallmuseum und fingen, wie abgesprochen, den Herrn von der Feuerwehr Irrel ab, bevor er seine Besuchergruppe in das B-Werk ließ.
Dieser schloss dann die Tür auf und ließ uns vor der Besuchergruppe in das B-Werk.

Treppauf, Treppab - Raum für Raum - Stundenlang erkundeten wir das Panzerwerk auf eigene Faust und machten Fotos.
Später dann (Die Besuchergruppe, die nach uns kam, hatte das Westwallmuseum längst verlassen) unterhielten wir uns noch mit dem Herrn von der Feuerwehr Irrel, der heute die Besucher durch das Westwallmuseum Katzenkopf führte.
Dieser hatte noch wertvolle Informationen für uns.

Es war schon fast dunkel - zurück ging es erneut durch die Eifel ins Siebengebirge. Als wir die letzte Rheinfähre nahmen war es schon tiefe Nacht...
Blick über Irrel vom Katzenkopf

2. Das B-Werk Katzenkopf

Das B-Werk Katzenkopf (Panzerwerk Nr. 1520 - Werkgruppe Seeckt) befindet sich im Hang des gleichnamigen 302 Meter hohen Berges Katzenkopf, etwa drei Kilometer nordwestlich des Ortes Bitburg-Irrel.
Im gesamten Westwall wurden 32 solcher Panzerwerke der
Baustärke “B” gebaut. Jedes einzelne B-Werk befehligte die in der näheren Umgebung gelegenen Westwallbunker, die in Riegeln und Stellungen angeordnet waren. Zusätzlich sicherten die B-Werke strategisch wichtige Punkte.
Um die Hauptverkehrsstrecke zwischen Köln und Luxemburg zu sichern wurden in Irrel zwei beinahe baugleiche B-Werke errichtet: Zum Einen das B-Werk Katzenkopf (Nr. 1520), zum Anderen das B-Werk auf dem Nimsberg (Nr. 1521). Ersteres ist eines der wenigen, in ihrer Bausubstanz fast vollständig erhaltenen, B-Werke im Westwall. Das B-Werk Nimsberg wurde, wie auch das am Katzenkopf, gesprengt, allerdings waren hier die Beschädigungen so stark, dass ein Wiederaufbau nicht möglich ist. Es ist heute vollständig übererdet. Das B-Werk Katzenkopf hieß bis zum 9.06.1939 “Panzerwerk T38410” wurde in den Jahren 1937-1939 vom Festungspionierstab 19 mit Sitz in Trier erbaut. Nach dem 9.06.1939 bekam es die Nummer 1520.
Es besteht aus drei Etagen, wovon in den oberen beiden Stockwerken 45 verschiedene Räume in allen Größen für die 84 Soldaten starke Besatzung bereitstanden.
Darunter befindet sich die Stollenanlage. Sie führt in zwei verschiedenen Richtungen zum angesetzten Kampfturm und zur Brunnenkammer. Geplant war auch ein Durchbruch zum darunter liegenden Irreler Reichsbahntunnel, um das B-Werk unerkannt und vor allem geschützt mit Material versorgen zu können. Dieser Durchbruch wurde nicht fertiggestellt.
Die Bewaffnung im B-Werk Katzenkopf bestand aus einem Festungsflammenwerfer, einem Maschinengranatwerfer und zwei Sechs-Schartentürmen mit jeweils 2 sMG34 zur Rundumverteidigung. Ferner war ein Feuerleitstand unter einem Infantriebeobachtungsturm untergebracht. Auch eine Rundumbeobachtung war also möglich.

 

Um zu den Innenaufnahmen und den Bildern des Tunnel und der Bahnsicherungsanlage zu gelangen klicke einfach unten auf das entsprechende Bild oder benutze die Navigationsleiste.

 

Außenaufnahmen - B-Werk katzenkopfAußenaufnahmen

 

Obergeschoss - B-Werk katzenkopfObergeschoss

 

Untergeschoss - B-Werk katzenkopfUntergeschoss

 

Hohlgänge - B-Werk katzenkopfHohlgänge

 

Irreler Tunnel und Bahnsicherungsanlage -  - B-Werk katzenkopfIrreler Tunnel und Bahnsicherungsanlage

 

 

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Katzenkopf